Die CEE-Immobilienmärkte scheinen wieder in Fahrt zu kommen. Bis Mitte August wurden hier knapp 7 Milliarden Euro investiert, also bereits um rund ein Fünftel mehr als im gesamten Vorjahr. Der Geldsegen von überwiegend westlichen Investoren ist freilich nicht gleichermaßen auf alle Länder dieser Region verteilt. Im Gegenteil. Mehr als zwei Drittel der Investitionen spielen sich – so die letztverfügbaren Analysen, die im Umfeld der Expo Real jetzt veröffentlich worden sind - praktisch zu nahezu gleichen Teilen in zwei Ländern ab, nämlich in Polen und in Russland. Beides ist wenig verwunderlich. Polen, aufgrund seiner mittlerweile schon legendären stabilen Wirtschaftslage und Russland aufgrund der Größe des Marktes. Auch der tschechische Immobilienmarkt hat sich wieder einigermaßen gefangen. Ganz im Gegensatz zu Ungarn, dessen Immobilienmarkt voll in einen Absturz übergehen könnte. Und das in einem noch schnelleren Tempo, als die Gesamtwirtschaft. Das zumindest erwartet man bei der Ersten. Nach wie vor krisengeschüttelt und ohne Ausblick auf eine Veränderung hier – ist der südosteuropäische Raum. Aktuell gehen die Wirtschaftswissenschafter davon aus, dass sich in Südosteuropa ab Anfang 2012 wieder so etwas wie ein Wirtschaftsaufschwung einstellen sollte. Woher ein solcher aber kommen sollte, mag derzeit niemand anzugeben. Gut möglich, dass bei diesen Prognosen die Rechnung ohne den Wirt beziehungsweise ohne Griechenland gemacht wurde. Denn Fakt ist auch, dass die Investitionsvolumina, welche in Immobilien fließen, mehr als je zuvor von der Konjunktur (und zwar mehr noch von der gefühlten psychologischen, als von der realen) abhängig gemacht werden. So flossen beispielsweise im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal um 12 Prozent weniger Investitionen in Immobilienanlagen, nämlich nur noch 25 Milliarden Euro. Und dennoch: Aufgrund der Staatsschuldenkrise seien Immo-Investitionen im Vergleich zu anderen Anlagegütern doch wieder attraktiver geworden, auch wenn die Eigenkapitalrendite „noch enttäuschend niedrig sind“, so meint man in der Erste Group.
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