Immobilien

Die Adern der Stadt

Donnerstag, 2.9.10, Immobilien Magazin

Wie die Adern in einem Körper zieht sich das öffentliche Verkehrssystem durch eine entwickelte Stadt und transportiert die Menschen von A nach B.


Letztes Jahr waren rund 812 Millionen Fahrgäste mit den Öffis in Wien unterwegs. Wie in den vergangenen Jahren bauen die Wiener Linien auch im Jahr 2010 das öffentliche Verkehrssystem weiter aus. 471 Millionen Euro werden investiert, davon kommen rund 300 Millionen Euro dem U-Bahn-Ausbau zugute. Ein Highlight dieses Jahr wird die Eröffnung des neuen Teilstücks der U2 vom Stadion bis zur Aspernstraße am 2. Oktober sein. Kein Geheimnis ist, dass sich die Liegenschaftspreise rund um die neu entstehenden U-Bahnstationen dramatisch erhöhen. Wer jetzt bereits weiß, wo die Stationen geplant sind, kann schon mal vorausplanen. Wir haben daher einen Überblick erstellt, was die Wiener Linien bis 2019 planen.
Dass der Transport in gewohnt hoher Qualität erfolgen wird, dürfte gewiss sein. Ob die Wiener Linien hingegen lernen werden, neben ihrer Kernkompetenz - der Personenbeförderung - auch mit Immobilien professioneller umzugehen, ist offen. U-Bahnstationen werden immer noch mehr als eben solche gesehen - und nicht als Immobilien, die man mitentwickeln könnte. Warum nicht mehr Retail in die Stationen bringen? Warum nicht auf die Stationen draufbauen? Ein kurzer Blick über den Tellerrand zeigt, was da drinnen wäre: In Hongkong etwa gibt es in jeder größeren Station ein Potpourri an immer gleichen Geschäften, vom Snackanbieter bis zum Copyshop. „Das ist eine hervorragende Idee, an das haben wir noch gar nie gedacht", gibt man sich auch bei möglichen Partnern wie der Hamburger ECE eher unkreativ. Es muss aber gar nicht Retail sein. Wenn MTR (so heißt die privatisierte Metro-Organisation in Hongkong) eine neue Station eröffnet, steht darüber ziemlich sicher ein Wohnturm oder ein Office-Building. Das müsste doch in Wien auch möglich sein.

 

Einen Überblick wo in Zukunft neue U-Bahnanschlüsse entstehen sowie die Auswirkungen auf den dortigen Immobilienmarkt finden Sie in der aktuellen, gedruckten Ausgabe des Immobilien Magazins 09/10.

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