Branchen

Real Vienna 2012 nun endgültig abgesagt

Donnerstag, 23.2.12, Gerhard Rodler

Die Würfel sind gefallen: Gestern hat sich Messever­anstalter Reed dazu entschieden, die für Mai diesen Jahres geplante Real Vienna endgültig abzusagen. Reed Vor­stand Matthias Limbeck: „Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass im derzeitigen Branchen­umfeld das Interesse der Immobilienbranche im dazu nötigen Umfang einfach nicht gegeben ist. Dem haben wir entsprochen.“ Plant Reed nun schon an der Real Vienna 2013? Limbeck: „Das wollen wir uns noch offen halten. Wir werden weiterhin die Märkte beobachten und dann im Laufe dieses Jahres evaluieren, ob die Branche eine derartige Veranstaltung dann möchte.“ In diesem Jahr wollte dies augen­scheinlich nur ein Teil der Branche. Limbeck zu immoflash: „Wir hattenbis gestern 25 Aussteller – darunter namhafte wie die Immofinanz oder EHL – fix, bestenfalls wären wir bis Veranstaltungsbeginn auf 40 gekom­men. Das ist für eine qualitätsvolle Veranstaltung in diesem Konzept einfach zu wenig.“ Vor allem die Teilnehmer aus weiten Teilen des CEE- und SEE-Raumes hätten (auch) in diesem Jahr wiederum ausgelassen. Dabei hatte der Veranstalter erst vor wenigen Monaten versucht, mit einem völlig neuen Konzept das Ruder doch noch herumzureißen. Anstelle der klassischen Messe wollte man nämlich eine Real Vienna Convention mit einem Ausstellungs-Loungebereich in einer für die Teilnehmer insgesamt wesen­tlich kostengünstigeren Form real­isieren. Die „Real Vienna“, startete bei ihrer Premiere im Jahr 2006. Die inhaltliche Ausrichtung der „Real Vienna“ lag auf den damals boomenden Märkten des CEE und SEE-Raums (Zentral-, Südost- und Osteuropa). Nach zwei weiteren Veranstaltungen mit jeweils kräftigen Steigerungen kam 2009 der Absturz: Die Finanzkrise erwischte die noch junge Messe „am linken Fuß“. Dies vor dem Hintergrund einer schwachen Immobilienkonjunktur auf den Zielmärkten. Die Aktivitäten und Investitionen im Gewerbe- und Industrieimmobilienmarkt des CEE-/ SEE-Raums sind bis heute auf niedrigem Niveau bzw. in einigen Ländern sogar gänzlich zum Erliegen gekommen. Dem Totalabsturz des Office-Investment-Gesamtvolumens im CEE/SEE-Raum im Jahr 2009 auf 15 Prozent des Volumens im Rekordjahr 2007 folgte seither, mit Ausnahme von Tschechien, Russland und Polen, keine signifikante Erholung. 

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