Ausgerechnet die Amerikaner beweisen jetzt der Welt, dass mit Umweltsanierungsmaßnahmen von in die Jahre gekommenen Immobilien durchaus ein gutes Geschäft zu machen ist. 650 Millionen Dollar werden in Miami und Sacramento in die Sanierung von alten Geschäftsimmobilien investiert. Das Projekt soll Immobilien umweltfreundlicher und energiesparender machen, ohne dass die Besitzer Kapital vorstrecken müssen und ohne Finanzierung der Regierung. Immobilienbesitzer zahlen die Sanierung durch eine erhöhte Grundsteuer im Zeitraum zwischen fünf und 20 Jahren: Die Finanzierungsmethode heißt Property Assessed Clean Energy (PACE). Laut dem Projekt-Konsortium sind die Kosten allerdings niedriger als die Einsparungen in diesem Zeitraum. Angeführt wird das Konsortium rund um Lockheed Martin und dem Finanzunternehmen Barclays Capital von dem Unternehmen Ygrene Energy aus Kalifornien. Ygrene bewirbt das Projekt, sucht Kunden und berät, welche Sanierungen durchgeführt werden: Neue Fenster, Türen oder effizientere Beleuchtung. In Einzelfällen werden auch Solarpanels oder neue Motoren für Fabriken geplant. Während Lockheed Martin die Konstruktion und Technik entwickelt, steuert Barclays kurzzeitige Darlehen bei, um die Sanierungen zu finanzieren. Nachdem ähnliche Projekte bereits unter anderem in Berkeley, Kalifornien, verwirklicht wurden, haben bereits 25 US-Bundesstaaten die gesetzliche Basis für PACE geschaffen. Sollten zu Anfang vorrangig private Immobilienbesitzer angesprochen werden, werden nun nach den US-Immobilienblasen vermehrt Geschäftsimmobilien anvisiert.
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