Lage, Lage, Lage ist auch für Karl Wlaschek die höchste Vorgabe – und damit geht es ihm so gut wie ausschließlich um Werterhalt beziehungsweise –steigerung, nicht aber um eine Maximierung der erzielten Renditen. Das belegen jetzt auch veröffentlichte Zahlen: Das Immobilienreich des Billa-Gründers Karl Wlaschek ist 1,94 Milliarden Euro wert und hat 2010 einen Gewinn von 35 Millionen Euro erwirtschaftet, was mit 1,8 % Rendite unter Inflation liegt. Dies geht aus den Bilanzen 2010 von Amisola, Novoreal und Estrella hervor. Das ist die eine Seite. Die andere ist die: Als Wlaschek vor knapp eineinhalb Jahrzehnten massiv ins Immobilieninvestment-Geschäft eingestiegen war, hatte er damals ein „Spielkapital“ von rund 1,1 Milliarden Euro durch den Verkauf seiner Billa-Handelskette. Er hat also seither den damals erhaltenen Wert um rund 80 % gesteigert, und zwar auf Buchwertbasis. Die Buchwerte dürften aber erheblich unter den Marktwerten liegen, sodass der Vermögenszuwachs real betrachtet noch viel höher ist.
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