War das Risiko durch Insolvenzen für Vermieter in den zurückliegenden Jahren eher vernachlässigbar, so kommt dieser Position nun eine doch höhere Bedeutung zu. Denn: Die prekäre Lage der Volkswirtschaften Südeuropas spiegelt sich im Insolvenzgeschehen wider: So finden sich Griechenland (plus 27,3 Prozent auf 452 Fälle), Spanien (plus 18,7 Prozent auf 5.752 Fälle), Italien (plus 16,9 Prozent auf 11.792 Fälle) und Portugal (plus 17,1 Prozent auf 6.025 Fälle) unter den Ländern mit deutlichen Zuwächsen bei den Unternehmensinsolvenzen. Der vergleichsweise guten Entwicklung in den zentraleuropäischen Ländern wie Deutschland (minus 5,8 Prozent auf 30.200 Fälle), Frankreich (minus 3,0 Prozent auf 49.506 Fälle), Österreich (minus 7,0 Prozent auf 6.194 Fälle) und den Niederlanden (minus 2,9 Prozent auf 7.000 Fälle) ist es zu verdanken, dass die Insolvenzsituation in diesem Jahr kein dramatischeres Ausmaß angenommen hat. Das wirtschaftliche Umfeld in den osteuropäischen Staaten wurde zu einem großen Teil durch die Schuldenkrise und den daraus entstehenden Konsequenzen in den Ländern Westeuropas bestimmt. Die meisten Insolvenzfälle in Osteuropa waren dem Handel und Gastgewerbe zuzurechnen (37,0 Prozent). Der Anteil des Dienstleistungssektors lag bei 28,2 Prozent. Fast jede fünfte Insolvenz (19,2 Prozent) betraf einen Betrieb aus dem Verarbeitenden Gewerbe. 15,6 Prozent der Firmenzusammenbrüche betrafen ein Bauunternehmen.
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