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2016 war Investmentrekord-Jahr

Alle Assetklassen wachsen, Alternativen gesucht

Autor: Gerhard Rodler

Das Investmentjahr wurde seinen Erwartungen voll gerecht: In Deutschland beispielsweise wurde 2016 das Rekordjahr 2015 nochmals übertroffen, und zwar um beachtliche 6,5 Prozent. Gleichzeitig waren und sind die Renditen konstant auf Talfahrt - zunächst im Officebereich, mittlerweile quer über alle Assetklassen.

2016 wurden deutschlandweit 52,6 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Im vierten Quartal hat der Umsatz noch einmal spürbar angezogen, sodass das Transaktionsvolumen nur 6,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegt. Dies ergibt der Investmentmarktreport 2017, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird. Von Österreich kommen die Abschlusszahlen erst, dürfte aber ähnlich ausgefallen sein.

Erwartungsgemäß belegen Büroobjekte den ersten Platz im Ranking der Assetklassen und tragen knapp 44 Prozent (23,03 Milliarden Euro) zum Gesamtumsatz bei. Auf Platz zwei folgen Einzelhandelsimmobilien, die für rund ein Viertel (12,96 Milliarden Euro) verantwortlich zeichnen. Dies ist das zweitbeste Resultat der letzten neun Jahre. Die Rallye bei Hotel-Investments hat sich - wie auch in Österreich - fortgesetzt, sodass der 2015 aufgestellte Rekordumsatz 2016 mit 5,18 Milliarden Euro erneut deutlich übertroffen wurde. Weiterhin positiv gestaltet sich auch die Entwicklung im Logistiksegment. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das Interesse an allen Objektarten hoch ist. Nachdem die Renditen bereits im gesamten Jahresverlauf spürbar gesunken sind, haben sie auch im Schlussquartal vereinzelt noch einmal nachgegeben. Berlin und München kommen auf nur noch 3,30 Prozent, Hamburg (gut mit Wien vergleichbar) 3,40 Prozent. Frankfurt Platz kommt auf 3,80 Prozent, Düsseldorf und Köln auf 3,85 Prozent.