immoflash

2030 fehlen in Berlin 300.000 Wohnungen

Keine deutsche Stadt wächst so schnell

Autor: Stefan Posch

Trotz des Baubooms werden bis 2030 in Berlin 300.000 Wohnungen fehlen. Laut der Studie „Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt“ der Postbank wird die Bundeshauptstadt bis 2030 um sieben Prozent wachsen. Allein die Integration der Flüchtlinge soll für ein Plus von fünf Prozentpunkten sorgen. In keiner anderen große deutschen Stadt wird die Bevölkerung so stark ansteigen.

Es wird in der deutschen Bundeshauptstadt derzeit zwar viel gebaut. Zwischen 2000 und 2014 wurden durchschnittlich 4.100 Wohnungen errichtet. Im Jahr 2015 waren es sogar 10.700 Wohneinheiten. Um den Bedarf zu decken, müssten laut der Studie „Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt“ aber fast 20.000 Wohnungen pro Jahr errichtet werden. Das werde sich laut der Untersuchung auch auf die Preise auswirken. Laut Prognose sind in den kommenden 15 Jahren mit Preissteigerungen zwischen 40 und 50 Prozent zu rechnen. „Berlins Zukunftsaussichten lassen für die Preisentwicklung am Wohnungsmarkt nur eine Richtung erwarten: nach oben“, erklärt Uwe Kleinert, Marktbereichsleiter Nord & Ost bei der Postbank Finanzberatung, in einer Aussendung. Am teuersten ist der Quadratmeter bei Eigentumswohnungen derzeit in Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Im Schnitt 4.759 Euro wurden im Jahr 2015 bezahlt. Auf den Plätzen zwei und drei im Ortsteil-Ranking folgen Berlin-Mitte (4.538 Euro) und Kreuzberg (3.420 Euro). Im Stadtgebiet kostete der Quadratmeter Wohnfläche im Schnitt 1.867 Euro. Vergleichsweise günstige Wohnungen finden sich in Spandau und Reinickendorf. .