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321.000 Euro für 80m² Eigentumswohnung

Preissteigerungen seit 2010 mehr als 20 Prozent

Autor: Gerhard Rodler

Eigentumswohnungen sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden: Das konstatiert der ImmobilienScout24 ImmoDEX 2016. Diesem zufolge kostete eine neue Wohnung mit 80 m² Wohnfläche 2015 durchschnittlich 321.000 Euro. Mit durchschnittlich etwa 244.000 Euro waren gebrauchte Wohnungen in dieser Größenordnung vergleichsweise günstig. Und: Die Österreicher zeigten sich bei ihrer Suche 2015 durchaus zahlungsfreudig. Sie waren bereit, zwischen 34.000 Euro (gebraucht) und 40.000 Euro (neu) mehr für das Eigenheim zu bezahlen als die durchschnittlich angebotenen Wohnungen kosteten. Die angebotenen Objekte waren im Schnitt kleiner als gewünscht, man suchte eigentlich im Schnitt nach Wohnungen mit 90 m².

Im Vorjahr kosteten gebrauchte Wohnungen bereits um 55.000 Euro mehr als 2010, bei neuen Wohnungen sind die Preise gleichzeitig um 60.000 Euro im Schnitt gestiegen. Die sattesten Preissteigerungen verzeichneten wenig überraschend Kitzbühel (neu: +202.000 Euro) und Wien Innere Stadt (gebraucht: +124.000 Euro). Unter den Top 10 fanden sich aber etwa auch Linz (neu: +84.000 Euro) und die Wiener Bezirke Simmering (neu: +98.000), Josefstadt und Mariahilf.

Auch die Preise bei neuen Häusern stiegen 2015 nochmals um rund fünf Prozent. Das österreichische "Durchschnittshaus" mit 125 m² kostete 2015 etwa neu 340.000 Euro. Vergleichsweise günstig ließ sich der Traum vom eigenen Dach in der Steiermark (253.000 Euro), in Kärnten (262.000 Euro) und im Burgenland (229.000 Euro) verwirklichen. Spitzenreiter war Wien - das Durchschnittshaus kostete dort im vergangenen Jahr 463.000 Euro, gefolgt von Tirol (439.000 Euro).