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5 Gründe ...

... warum Zinshäuser eine gute Anlage sind. Ein Überblick über die USP der Altbauobjekte.

Autor: Charles Steiner

Das klassische Wiener Zinshaus ist nicht nur sehr schön anzuschauen, sondern auch ein wertvolles Investment. Und da gibt es mehrere Gründe, die für diese schönen Objekte sprechen. Das Immobilien Magazin hat fünf davon näher beleuchtet.

Nachhaltigkeit

Zinshäuser sind das, was man als nachhaltig bezeichnen kann. Bei einem Lebenszyklus von weit mehr als 100 Jahren (manche sind noch älter) können Neubauten kaum mehr mithalten. Schließlich ist die technische Entwicklung bei der Errichtung von Immobilien so rasant vorangeschritten, dass längere Lebenszyklen als 50 Jahre da kaum mehr darstellbar sind. Das gilt auch für die Baustoffe - Meterdicke Ziegelmauern werden gar nicht mehr verbaut. Auch was die thermischen Eigenschaften betrifft, sind Zinshäuser erstaunlich gut in Schuss: Dank der eben genannten Ziegelmauern bleibt es in der Regel im Sommer kühl und im Winter warm - sofern die Fenster entsprechend abgedichtet sind.

Wird die Substanz totsaniert, schlägt sich das auf den Wert nieder.

Werthaltigkeit

Es gibt so gut wie keinen in der Branche, der erklärt, dass Zinshauspreise jemals in den Keller fallen könnten. Wie auch. Es gibt es nicht mehr allzu viele davon, weswegen auch nicht von einer möglichen Marktüberflutung ausgegangen werden kann. Auch wenn der Immobilienmarkt einen Knick erfahren sollte - etwa durch eine derzeit wenig wahrscheinliche Erhöhung des Leitzinses der EZB - wäre dieser bei Zinshäusern nicht gar so gravierend. Einer der Gründe ist sicherlich: Es handelt sich um Wohnimmobilien, zumeist in der Innenstadt. Da sind Zinshäuser - trotz Richtwert und anderer gesetzlicher Reglements - ein langfristiges Investment. Mehr noch: Als Zinshauseigentümer ist man nicht dermaßen abhängig von Finanzmärkten wie bei anderen Assetklassen - und damit kann auch das Vermögen für die nachfolgenden Generationen erhalten werden.

Zwar ist die Nachfrage hoch, die Umsätze sinken aber.

Lage

Gerade die am Markt beliebtesten Objekte verfügen über eines: Eine sehr gute Lage. Einerseits durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen als auch konzentrisch um die Innenstadt gelegen, wird es für Zinshäuser immer Interessenten geben - sofern der Verkäufer keine surrealen Preisvorstellungen hat. In diesem Fall bleiben sie länger auf den Markt. Weil Wien aber wächst und damit auch die Infrastruktur, rücken auch Objekte im Außergürtelbereich immer mehr in den Blick der Investoren. In Ottakring, Währing oder Rudolfsheim haben sich in den vergangenen Jahren immer stärker beliebte Mikrogrätzel herausgebildet. Diese sorgen dann für Frequenz.

Optik

Wohl einer der Hauptgründe, warum Zinshäuser so beliebt sind: Sie sind einfach schön anzusehen und prägen besonders das Wiener Stadtbild in einer Weise, wie es in anderen Großstädten Europas selten ist. Stukkaturen an den Fassaden, kunstvoll gelegte Mosaikfliesen - viele dieser Objekte geben den Bewohnern das Gefühl, sie wohnen in einem Palais, wenn sie denn baulich auch entsprechend in Schuss sind. Die Raumhöhen lassen dafür die Wohnungen größer wirken; im besten Fall sorgen historische Parkettböden für ein besonderes Wohnfeeling.

Weil es in Wien zu wenig Zinshäuser gibt, geht der Markt in die Bundesländer.

Flexibilität

Auch wenn das klassische Zinshaus über 100 Jahre alt ist - man kann einiges damit machen. So lassen sich Zinshäuser, wenn professionell saniert, durchaus auch für Smarthome-Technologien aufrüsten, wie es bereits mehrere Bauträger machen. Weil die Bausubstanz sehr nachhaltig ist, können sogar Dachausbauten vorgenommen werden, die weiteren Wohnraum (und auch Cashflow) generieren. Vor allem aber: Wenn einem der Cashflow aus dem Mietzins nicht reicht, kann man das Zinshaus auch parifizieren, also abverkaufen. Damit ist es zwar streng genommen kein Zinshaus mehr - das Gebäude bleibt aber erhalten, und damit das Stadtbild.

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