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5 Jahre und kein bisschen leise

Zinshäuser boomen ungebremst

Autor: Gerhard Rodler

Seit fünf Jahren erstellt Eugen Otto nun bereits seinen Marktbericht über die Wiener Zinshäuser. Das lässt mittlerweile auch schon eine Langzeitanalyse zu. Heute, Montag, wurde dieser fünfte Jahresbericht präsentiert.

Kaum zu glauben, angesichts der bereits vor fünf Jahren durchwegs hohen Zinshauspreise in Wien, aber doch wahr: Die Preise am Wiener Zinshausmarkt sind in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt um rund ein Drittel angestiegen, die Renditen sind dementsprechend kontinuierlich gefallen. Der aktuelle Zinshaus-Marktbericht erfasste sämtliche im Grundbuch registrierte Transaktionen vom Jänner 2008 bis zum Juni 2013 und liefert so eine profunde Übersicht über die bewegte Entwicklung am Markt. So wurde etwa 2008 ein Umsatz von EUR 680 Mio. registriert, im Jahr 2009 ein Umsatz von mehr als 1 Milliarden Euro, im Folgejahr sank diese Wert wieder auf 836 Millionen Euro. Zum Teil deutlich gestiegen sind die Mindestpreise, heißt es im Marktbericht weiter. Während man im Herbst 2009 in einigen Lagen für manche Objekte 300 Euro pro Quadratmeter bezahlt hatte, muss man heute für vergleichbare Häuser zumindest 660 Euro pro Quadratmeter , also mehr als das Doppelte, aufwenden. Geringer hingegen die Preissteigerung im Top-Segment: lagen die Spitzenpreise für ein Gründerzeit-Zinshaus bzw. -Zinshausanteil im Herbst 2009 noch bei 5.000,- Euro pro Quadratmeter, so stieg dieser Wert bis zum Herbst 2013 auf 5.510 Euro pro Quadratmeter, also um rund 10 Prozent. Reziprok dazu entwickelten sich die Renditen in den letzten fünf Jahren: Während zu Studienbeginn im Jahr 2009 die geringsten Renditen noch bei 2 Prozent lagen, sind diese seither auf 1,4 Prozent gesunken. Auch von Spitzenrenditen von 7,6 Prozent im Herbst 2009 kann man heute nur träumen – 6 Prozent sind aktuell die höchsten Renditen, recherchierte OTTO Immobilien. Für den Wiener Zinshaus-Marktbericht wurden neben dem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre auch wieder die aktuellen Jahresumsätze erhoben: demnach waren mit nur knapp 199 Millionen Euro die Umsätze im ersten Halbjahr 2013 besonders schwach, auch die Zahl der Transaktionen war geringer als in den Vorjahren.

Die Preise und Renditen zeigten sich heuer auf konstantem Niveau: Die niedrigsten Einstiegspreise mit 660,- Euro pro Quadratmeter findet man weiterhin in den Bezirken 10 und 11. Dies war in den vergangenen 5 Jahren zugleich auch die aktivste Region – immerhin 300 Häuser wechselten in diesem Zeitraum in Favoriten und Simmering den Besitzer.