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Abschied von Wolfdietrich Ziesel

Ein Doyen der Bauingenieurkunst verstorben

Autor: Gerhard Rodler

Kurz vor Weihnachten ist der bekannte österreichische Bauingenieur Wolfdietrich Ziesel im 82. Lebensjahr verstorben.

Zahlreiche Auszeichnungen – darunter der Adolf-Loos-Preis für die Brücke „Hackinger Steg“ in Wien, der Europäische Stahlbaupreis und der Staatspreis Consulting für die Überdachung der Hanghäuser in Ephesos – dokumentieren das erfolgreiche Schaffen Ziesels.

Wolfdietrich Ziesel wurde am 20. April 1934 in München geboren, maturierte 1952 in Salzburg. Danach studierte er in Rekordzeit an der Technischen Universität in Wien Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Konstruktiver Ingenieurbau, diplomierte 1957 und promovierte 1958 zum Doktor der technischen Wissenschaften.

Nach Wien zurückgekehrt, beschloss Wolfdietrich Ziesel nun auch noch Architektur zu studieren. Er wurde in die Meisterklasse von Professor Roland Rainer an der Akademie der bildenden Künste aufgenommen, studierte dann doch nicht Architektur, denn er wurde mit Ingenieurarbeit überhäuft und entdeckte, „dass man durch intensive und innovative Tätigkeit in unserem Fach als Bauingenieur auch etwas lernen und leisten kann“.