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Ado Properties übernimmt Consus

Gesamtportfolio soll auf 14 Milliarden Euro anwachsen

Autor: Charles Steiner

Die deutsche Ado Properties hat jetzt den Weg zur Übernahme des Projektentwicklers Consus Real Estate geebnet. Damit wird der jüngste Zusammenschluss von Ado Properties und Adler Real Estate komplettiert, laut eigenen Angaben sei Ado damit der viertgrößte deutsche Wohnkonzern in Europa. Damit ist der noch im SDAX notierte Konzern auch bereit, in den Nebenwertindex MDAX aufzusteigen, so Ado Properties weiter. Die Übernahme von Consus soll in zwei Schritten bis zum dritten Quartal 2020 abgeschlossen sein. Im ersten Schritt wird Ado durch die Ausübung der mit Aggregate Holdings bestehenden Kaufoption die Kontrolle an Consus erwerben. Es wird erwartet, dass dieser Schritt mit dem Start der Bezugsrechtskapitalerhöhung abgeschlossen sein wird. In einem zweiten Schritt beabsichtigt Ado, allen verbleibenden Minderheitsaktionären von Consus zu gegebener Zeit ein freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot zu einem Umtauschverhältnis von 0,2390 Ado-Aktien je Consus-Aktie (das für die Bezugsrechtskapitalerhöhung anzupassen ist) zu unterbreiten. Laut Angaben von Ado habe man bereits unwiderrufliche Zusagen für bis zu 80 Prozent der Consus erhalten.

Die Übernahme finanzieren will Ado mit einer Kapitalerhöhung in der Höhe von 450 Millionen Euro. Auch müssen die Aktionäre auf die heurige Dividende verzichten. Nach Abwicklung der Kaufoption und Kontrollerwerb durch Ado werden Andreas Steyer (CEO, Consus) und Benjamin Lee (CFO, Consus) Consus verlassen und in einer Übergangszeit Consus weiterhin unterstützen. Jürgen Kutz (Sprecher des Vorstands der Consus RE AG (ehemals CG Gruppe AG)) und Theodorus Gorens (Chief Risk Officer und Deputy-CFO, Consus) werden künftig den neu gegründeten Entwicklungsbereich von ADO leiten. Maximilian Rienecker (Co-CEO, ADO) und Thierry Beaudemoulin (Co-CEO, ADO) sollen Mitglieder im Aufsichtsrat von Consus werden.