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AK und MVÖ fordern Mieter-Fonds

Mietstundungen laufen heute aus

Autor: Charles Steiner

Für Wohnungsvermieter durchaus relevant. Denn mit einem Mieterfonds könnte tatsächlich eine langjährige Forderung einer Subjektförderung realisiert werden. So könnten die Vermieter bei Mietern, die aufgrund der Coronakrise in Zahlungsverzug geraten sind, doch noch zu ihrem Geld kommen. Denn: Heute laufen die Corona-Mietstundungen für April, Mai und Juni vergangenen Jahres aus, sie wurde bereits im vergangenen Dezember verlängert. An der Situation vor allem für finanziell Benachteiligte hat sich nach einem Jahr Covid allerdings nichts verändert. Für diese fordert die AK und die Mietervereinigung jetzt einen 100 Millionen Euro-Mieter-Hilfsfonds. Die AK geht heuer von 49.000 Kündigungen und Räumungsklagen und 17.000 Delogierungen aus, mehr als doppelt so viele als im Vorjahr.

Aber: Für die gestundeten Mieten von April bis Juni 2020 gebe es einen besonderen Corona-Kündigungsschutz, hatte das Justizministerium schon im Februar erklärt: Der Mietvertrag könne allein wegen dieses Mietzinsrückstandes bis Ende Juni 2022 nicht gekündigt werden. Daher drohen wegen dieser Rückstände momentan keine Delogierungen, auch wenn die gestundeten Mieten inklusive vier Prozent Zinsen nicht auf einmal bezahlt werden können.