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Alltime-High für Stuttgarter Zinshäuser

So viel wie 2018 wurde noch nie investiert

Autor: Charles Steiner

Das vergangene Jahr erwies sich für den Stuttgarter Zinshausmarkt als das erfolgreichste ever. Wie aus dem „Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport Stuttgart“ von Engel & Völkers Commercial hervorgeht, sind im vergangenen Jahr rund 545 Millionen Euro in Stuttgarter Zinshäuser investiert worden, fast um ein Drittel mehr als beim bisherigen Rekordjahr 2017, wo 420 Millionen Euro in diese Assetklasse geflossen sind. Und ein Ende des Aufwärtstrends ist heuer nicht in Sicht. Für das laufende Jahr könnten rund 620 Millionen Euro drin sein.

Grund für die aktuelle Entwicklung sei neben dem Preisanstieg der erhöhte Flächenumsatz, schreibt Engel & Völkers. Die Zahl der verkauften Objekte sei im Vorjahr trotz Angebotsknappheit auf 214 gestiegen. Damit betrug das durchschnittliche Verkaufsvolumen rund 2,5 Millionen Euro. Auch wenn die Zahl an Anlageimmobilien wie auch in den Jahren zuvor eher gering sei, würden mehr von diesen in mittleren Lagen gedreht, wie etwa in Bad Cannstatt und Feuerbach, wo Engel & Völkers Commercial Preise von bis zu 3.700 Euro/m² auswiesen. Gleichzeitig seien die Käufer dort bereit, bis zum 26-Fachen der Jahresnettokaltmiete zu investieren.

Demgegenüber stünde eine nicht nur in den Kessellagen hohe Nachfrage nach Zinshäusern, was zu einem weiteren Preis- und Faktorenanstieg geführt hat. Kaufpreise von bis zu 5.350 Euro/m² seien für Anlageimmobilien in den sehr guten Lagen wie Nord realisierbar. Dramatisch zeigt sich hingegen die eklatant niedrige Leerstandsquote, wenngleich dem gegenüber die Mieten nur moderat anstiegen. Mittlerweile betrage die Wohnungsleerstandsquote nur noch 0,6 Prozent, auch weil gleichzeitig nur unzureichend neuer Wohnraum entstehe. So seien die durchschnittlichen Angebotsmieten im Vorjahresvergleich um 6,0 Prozent auf rund 13,52 Euro/m² angestiegen. Am deutlichsten hätten sich die Mieten in den Stadtteilen Feuerbach (+9,8 Prozent) und Möhringen erhöht (+8,3 Prozent).