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Krise scheint überwunden

Am Bau wird wieder in die Hände gespuckt

Autor: Gerhard Rodler

Der zwölfte „European Powers of Construction“-Report von Deloitte zeigt für 2014 einen Aufwärtstrend in der europäischen Baubranche, der voraussichtlich in den beiden kommenden Jahren anhalten wird. Französische und spanische Konzerne sind nach wie vor die dominanten europäischen Akteure in dem Sektor. Das französische Unternehmen Vinci führt die Rangliste der Branchengrößen weiterhin vor ACS aus Spanien an. Die Margen der Konzerne steigen im Schnitt - häufig vor allem in Geschäftsbereichen abseits der Bauindustrie. Mit stärkerer Diversifizierung geht in der Regel jedoch auch eine höhere Verschuldung einher. Global prägt die chinesische Konkurrenz das Bild der großen Player der Branche.

Unter den zehn umsatzstärksten europäischen Baukonzernen gibt es im Vergleich zu 2013 nur geringe Veränderungen. Die deutsche Hochtief AG und die französische Colas SA werden ab diesem Jahr als Teil ihrer Muttergesellschaften ACS und Bouygues geführt, wodurch das spanische Unternehmen Ferrovial und die niederländische Koninklijke BAM Groep in die Top 10 aufrücken. An der Spitze stehen nach wie vor Vinci, ACS und Bouygues.

Nach wie vor planen viele Baukonzerne die Expansion in neue regionale Märkte. 2014 erwirtschafteten die Top-20-Baukonzerne im Durchschnitt 52,1 Prozent ihrer Leistung außerhalb des angestammten Heimatmarktes, etwas mehr als im Vorjahr. Der Internationalisierungsgrad dieser Unternehmen hat seit 2010 um insgesamt 8 Prozentpunkte zugelegt. Nur wenige Unternehmen haben sich in dieser Zeit entgegen dem Branchentrend aus ausländischen Märkten zurückgezogen.