immoflash

ARE setzt auf Wohnbau

Weniger Umsätze, aber mehr Mieteinnahmen

Autor: Gerhard Rodler

Die ARE Austrian Real Estate (ARE), mit einer Bilanzsumme von 2,45 Mrd. Euro, hat das zweite operative Geschäftsjahr seit Gründung des Unternehmens abgeschlossen. Bilanziert wird nach internationalen Standards (IFRS).

Während die Umsatzerlöse mit 209,5 Mio. Euro aufgrund geringerer Immobilienverkäufe unter dem Vorjahresergebnis (217,8 Mio. Euro) blieben, konnten die Mieterlöse leicht von 150,8 Mio. Euro auf 152,3 Mio. Euro gesteigert werden. Die ARE verfügt über eine Eigenkapitalquote von rund 60 Prozent. „Wir sind mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden“, sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE. Wesentliche strategische Ziele der ARE sind Diversifikation der Mieterstruktur, Optimierung des Bestandes und die konsequente Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine wesentliche interne Kennzahl der ARE ist der Management-Umsatz, also Umsatz mit nicht-öffentlichen Geschäftspartnern. Im Jahr 2014 lag er bei 24,5 Prozent.

Im Jahr 2014 wurden 73,3 Mio. Euro für Neubau oder Generalsanierungsprojekte aufgewendet. Prominente Fertigstellungen waren der Neubau der Landespolizeidirektion Steiermark und zahlreiche Bauprojekte im Rahmen der Bezirksgerichtsreform. Dazu gehören beispielsweise die Sanierungs- und Erweiterungsprojekte der Gerichtsstandorte Liezen, Perg und Weiz. Die ARE plant in den kommenden sechs Jahren rund zwei Mrd. Euro in den Wohnbau zu investieren. Derzeit sind Entwicklungen mit weit über 4.000 Wohnungen in Bau oder in Vorbereitung. Ein Teil der Projekte wird im Bestand gehalten und vermietet, der andere Teil betrifft die Entwicklung hochwertiger Eigentumswohnungen. Derzeit setzt sich das Portfolio der ARE noch aus rund 95 Prozent Büros und fünf Prozent Wohnungen zusammen. Der Wohnanteil soll aufgrund der gesetzten Ziele in den kommenden Jahren deutlich steigen.