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Arnold: Share Deals im Trend

Rund 20 Prozent der Zinshäuser in Gesellschaften

Autor: Charles Steiner

Bei Zinshaus-Transaktionen zeichnet sich ein neuer Trend ab. Wie Markus Arnold, Unternehmensgründer von Arnold Immobilien, bei einer Pressekonferenz (die allererste, die er einberufen hat) erklärt, würde immer weniger die Immobilie als solche gekauft, sondern eine Gesellschaft, die die Immobilie besitzt. Oder kurz: Man kauft ein Unternehmen bzw. Gesellschaftsanteile. Arnold Immobilien schätzt das Volumen von Share Deals auf 20 Prozent der jährlichen Transaktionen ein – aufgrund der neuen steuerlichen Gegebenheiten mit steigender Tendenz. „Eine vorsichtige Schätzung“, wie Arnold bemerkt – da nämlich Share Deals nicht im Grundbuch auftauchen, könnte der Anteil auch entsprechend höher sein. Der Trend zu Share Deals würde besonders bei großvolumigen Zinshäusern ab zehn Millionen Euro Volumen bemerkbar sein. Ein solcher Deal würde steuerliche Vorteile bringen, auch Grundbuchseintragungen würden durch den Kauf einer Gesellschaft, die eine Immobilie besitzt, entfallen. Wie hoch steuerliche Vorteile bei einem Share Deal ausfallen, ließe sich laut Arnold „nicht pauschal sagen“. Da müsse man jede Transaktion einzeln überprüfen.

Share Deals müssen aber nicht zwingend ein Vorteil sein, wie Dominik Lauda, Jurist und Investmentmakler vor Journalisten erläutert. Zwar könne man sich die Grunderwerbsteuer und die Eintragungsgebühr sparen, sofern eine Anteilsvereinigung verhindert wird. Außerdem wäre unter gewissen Voraussetzungen eine Senkung von Finanzierungskosten möglich, so der Verkäufer die Finanzierung übernimmt. Aber: Die Due Diligence wird durch Share Deals umfangreicher, auch sind Auswirkungen auf die steuerliche Abschreibung absehbar. Auch für Makler sei ein Asset Deal einfacher zu handhaben, wie Markus Arnold erläutert, da bei einem Share Deal sowohl Gesellschaft als auch Immobilie bei Transaktionen abzuwickeln seien – bei einem Asset Deal würde sich das nur auf die Immobilie beschränken.

Für das heurige Jahr erwartet Markus Arnold wieder ein Wachstum bei den Transaktionen. In den kommenden Jahren will man sich, nach der Expansion nach Tschechien, Ungarn und der Slowakei, auch nach Deutschland hin orientieren. Dort wolle man sich auf Städte wie Berlin sowie den übrigen Big-Six orientieren.

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