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Asamer wieder in schwarzen Zahlen

Neue Lebenszeichen nach Insolvenz der Gruppe

Autor: Gerhard Rodler

Nachdem Asamer vor allem mit problematischen Immobilienentwicklungen und mit ihrer Produktionsstätte in Libyen tief in die roten Zahlen gerutscht war, werden nun wieder positive Zahlen vermeldet. Dem ging ein drastischer Abverkauf von Teilunternehmen zuvor.

Die als Sammelbecken für den Abverkauf von Asamer-Beteiligungen zuständige QuadraCir hatte das Libyen-Geschäft abgestoßen. Das mehr als 50 Firmen umfassende Portfolio werde sukzessive verkleinert, verkauft wurden unter anderem Beteiligungen rund um Kies und Beton in Osteuropa und im Nahen Osten, Beton- und Kiesaktivitäten in Rumänien, die Rohstoffaktivitäten in Rumänien und Russland und auch das Betonwerk in Sotschi waren ausgegliedert worden, ehe vor einigen Monaten die QuadraCir in die Insolvenz gerutscht war.

Der zweite Konzernabschluss der neu formierteren Asamer Baustoffe AG Gruppe (ABAG-Gruppe) zeigt hingegen jetzt erfreuliche Ergebnisse. Bei einem Umsatz von 153 Millionen Euro wurde ein Jahresüberschuss von 6,2 Millionen Euro erzielt. Zur Gruppe zählen heute 22 Unternehmen mit insgesamt über 800 Mitarbeitern in den Kernländern Österreich, Slowakei und Bosnien sowie den angrenzenden Märkten. Die ABAG-Gruppe konzentriert sich auf Roh- und Baustofflösungen mit Kernkompetenzen in den Geschäftsfeldern Stein, Kies, Beton, Zement und Recycling. Die ABAG-Gruppe bilanzierte erstmalig für das Geschäftsjahr 2014. In den zweiten Konzernabschluss der Unternehmensgeschichte wurden insgesamt elf Gesellschaften mit einbezogen. Auf die vier Hauptgesellschaften Asamer Kies- und Betonwerke GmbH, Transportbeton Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, CEMMAC a.s. (Slowakei) und Fabrika Cementa Lukavac d.d. (Bosnien und Herzegovina) entfielen 2015 mehr als 95 Prozent des Konzernumsatzes.

Der Konzernumsatz 2015 von 153 Millionen Euro wurde hauptsächlich in den Bereichen Stein, Kies, Beton und Zement erzielt. Der Konzern ist damit wieder profitabel, 2015 konnte ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen) von 26,3 Millionen Euro erzielt werden, dies entspricht einer EBITDA-Marge von 17,2 Prozent (Vorjahr: 17,0 Prozent). Der Jahresüberschuss ist mit 6,2 Millionen Euro positiv.