Immobilien Magazin

Aspens Luxusimmo-Markt schwächelt

Der US-amerikanische Nobelskiort Aspen muss sich mit einem Preisverfall für Luxusimmobilien auseinandersetzen. Vierteljährlich betragen die Preiseinbußen rund 20 Prozent.

Autor: Charles Steiner

Einst ein Abbaugebiet für Silber gehört Aspen zu den beliebtesten Nobelskiorten in den Vereinigten Staaten. So beliebt, dass die Kleinstadt im Bundesstaat Colorado laut dem Forbes-Institut die reichsten Stadt in den USA ist - und eine der reichsten weltweit, bei knapp 7.000 Einwohnern. Unter 1,5 Millionen Euro war hier kein Haus zu bekommen.

Doch es hat eine Entwicklung eingesetzt, die sich konträr zu den Lobeshymnen in Aspen erweist. Nämlich ein gewisser Preisverfall im Luxusimmobilienmarkt. Einem Bericht des Luxusimmobilienportals Mansion Global zufolge hat sich das heurige dritte Quartal als außerordentlich mager erwiesen - das, obwohl die Preise teilweise vierteljährlich um fast 20 Prozent gesunken sind, wird ein Bericht von Douglas Elliman in dem Artikel zitiert. Der mittlere Verkaufspreis für eine Luxusimmobilie - gemeint sind jene in den Top 10 Prozent des Marktes - betrug im dritten Quartal 2018 10.625 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zwar ist natürlich der Stichprobenumfang bei den Top-Ten-Objekten relativ klein, diese Preiskorrekturen seien laut Jonathan Biller, CEO des Immo-Bewerters Miller Samuel aber nicht ungewöhnlich: „Bei dem Markt kann es durchaus passieren, dass überbewertete Objekte im Preis nach unten nivelliert werden.“ Der Rückgang zeige zudem eine deutliche Verschiebung der Umsätze in Richtung kleinere oder günstigere Häusern, sagte Miller, was auch den Rückgang der Durchschnittspreise erklärt. Zudem gebe es beim Erwerb von Luxusimmobilien in den Staaten generell auch keine Dringlichkeit - die Vermarktungszeiten sind länger. Mitunter für den Preisdruck ist auch eine Verhaltensweise der Verkäufer schuld: „Es ist ein echtes Problem, wenn Verkäufer auf einem frühzyklischen Markt verankert sind“, sagt Miller. Da müsse mit Korrekturen gerechnet werden - Aspen sei hier keine Ausnahme.

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