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Rekordnachfrage bei Kredit

Zinsen bleiben noch länger im Rekordtief:

Autor: Gerhard Rodler

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt, registriert auch Creditnet anhand der Finanzierungsnachfragen. Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: „Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.“ Im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Bei Creditnet waren übrigens nur rund 15 Prozent variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten.

Creditnet rechnet aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen. Änderungen gibt es jedoch bei den Bonitätsansprüchen der Banken. „Waren vor der Krise für Kredite ein Eigenmittelanteil von weniger als 20 Prozent kein Problem, so bedarf es heute eines Anteils von mindestens 20 Prozent zuzüglich aller Nebenkosten, um als Kreditnehmer eine gute Chance auf ein Darlehen zu haben“, so Creditnet-Prokurist Alexander Meixner. Auffällig sei auch, dass aufgrund der steigenden Nachfrage bei Immobilien der Druck auf die Bearbeitungszeiten deutlich gestiegen sei.