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2019 weniger Zwangsversteigerungen

Volumen wegen wenigen teuren Objekten aber gestiegen

Autor: Charles Steiner

Was die Anzahl der Zwangsversteigerungstermine im Immobilienbereich betrifft, sind die Zahlen im Vorjahr weiterhin rückläufig gewesen. Einer aktuellen Analyse von Smart Facts zufolge, seien die Termine 2019 um 3,1 Prozent auf knapp unter 1.400 Termine gesunken. Zwar sei das Schätzwertvolumen um gut ein Viertel auf über 408 Millionen Euro gestiegen, allerdings sei dies weniger auf die Preis- und Wertsteigerungen von Immobilien in den vergangenen Jahren zurückzuführen, sondern vielmehr auf zur Versteigerung anberaumte Großprojekte im höheren zweistelligen Bereich.

Die Versteigerungstermine für Wohnimmobilien seien laut der Analyse nach einem deutlichen Rückgang 2018 (-22,9 Prozent) diesmal fast unverändert (-0,8 Prozent) gewesen, die Termine von Gewerbeimmobilien hingegen nahmen wie schon im Vorjahr (-16,1 Prozent) wieder stark ab (- 22,7 Prozent). Demgegenüber verzeichneten Grundstücke einen Anstieg um 24,8 Prozent (nach einem kleinen Rückgang um 1,3 Prozent im Vorjahr), welcher vorwiegend auf Grundstücke mit der Widmung „Grünland Forstwirtschaft“ zurückzuführen ist.

Die Aufteilung der ZV-Termine nach den einzelnen Bundesländern habe sich laut Smart Facts nicht wesentlich geändert: Niederösterreich führe nach wie vor das Feld vor der Steiermark und Kärnten an, Burgenland, Salzburg und Vorarlberg bilden den Abschluss. Im Mittelfeld habe es es, wie auch schon in den Jahren zuvor, kleinere Verschiebungen, gegeben, die aber nicht signifikant erscheinen.