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Auch Lebensmittler brauchen Strategien

Krisenresistent, aber trotzdem im Wandel

Autor: Charles Steiner

Auch wenn sich der Lebensmitteleinzelhandel als krisenresistent erwiesen hat und im Gegensatz zu anderen Retailsegmenten von der Covid-19-Pandemie nicht betroffen war, so ist auch er im Wandel. Noch hat der Onlinehandel dieses Segment nicht erreicht - doch auch dieser scharrt bereits in den Startlöchern. Wie Savills IM in einem aktuellen Diskussionspapier erklärt, benötigt auch der Lebensmittelhandel gezielte Strategien, um im zunehmenden Wettbewerb mit Onlineformaten auf lange Sicht bestehen zu können - und damit auch für Investoren attraktiv zu bleiben.

So müssen sich Lebensmitteleinzelhändler unter anderem auf die Straffung der Filialnetze hin zu wohnortnahen Geschäften konzentrieren, das Einkaufserlebnis durch mehr Genuss- und Erlebnisbereiche verbessern, die Ladentechnik optimieren und natürlich auch Omnichannel-Strategien erarbeiten. Auch eine gewisse Sortimentsanpassung mit erweitertem Angebot an Markenartikeln, Bio-Lebensmitteln sowie preisgünstigen Eigenmarken sei vonnöten, wie dem Diskussionspapier zu entnehmen war.

Andreas Trumpp, Head of Research Europe bei Savills IM: „Lebensmittel werden auch in Zukunft vorwiegend im Geschäft gekauft werden - denn hier stehen die direkte Auswahl vor allem von frischen Lebensmitteln und auch der Spontaneinkauf im Zentrum des Käuferverhaltens.“ Aber: Man bevorzuge dabei integrierte, regional dominante Supermärkte sowie FMZ mit Lebensmittelanker und Convenience-Elementen in größeren europäischen Städten.