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Auf Kultur-Spurensuche

„Wenn wir effizienter werden wollen, brauchen wir neue Projektkultur“

Autor: Gerhard Rodler

Kaufmännische Effizienz und ein hoher Anspruch an die Projektkultur schließen einander nicht aus. Im Gegenteil: Möglich wird beides nur durch das jeweils andere. So das Credo der 2012 gegründeten IG Lebenszyklus Hochbau.

Denn das vorherrschende systembedingte Gegeneinander im Bauwesen verursache nicht nur Qualitäts- und Baumängel, sondern auch wirtschaftliche Ineffizienz. „Wenn wir effizienter werden wollen, brauchen wir eine neue Projektkultur, die auf gegenseitigem Vertrauen aller Projektpartner beruht. Es zahlt sich aus, partnerschaftlich miteinander umzugehen“, zeigt sich Karl Friedl, Sprecher der IG Lebenszyklus Hochbau, bei der Präsentation des Jahresprogramms von dem 60 Unternehmen starken Verein, überzeugt. Die Arbeitsergebnisse 2015 sollen Bauherren weitere Instrumente in die Hand geben, optimale Rahmenbedingungen für ihre Projekte zu schaffen.

Ab Herbst 2015 dient das „Leistungsbild Kaufmännische Bauherrenvertretung“ als Fachleitfaden und Best-Practice-Standard zur erfolgreichen Umsetzung komplexer Bauprojekte. Unter der Leitung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG werden die „Werkzeuge“ und Methoden der kaufmännischen begleitenden Kontrolle, d.h. der laufenden Überwachung des Projekts in Hinblick auf die Interessenslage der kaufmännischen Geschäftsführung, weiterentwickelt.