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Aus Flughafen Tegel wird Stadtteil

Planungen für Umnutzungen laufen an

Autor: Charles Steiner

Heimlich still und leise ist der neue Flughafen Berlin BER nun doch am Wochenende eröffnet worden - nach neun Jahren Verzögerung und etlichen Milliarden an Mehrkosten. Damit ist aber auch das Ende des Flughafen Berlin Tegel eingeleitet worden - womit auf einen Schlag 500 Hektar für eine Umnutzung verfügbar sein werden. Die perfekte Chance für Projektentwickler also. Entsprechende Pläne gibt es bereits fertig, auch ein Nutzungskonzept steht bereits, so Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH: „Wir haben viel geplant und lange auf unsere Starterlaubnis gewartet, aber nun stehen alle Zeichen auf Grün, um Berlin TXL, eines der größten Entwicklungsprojekte Europas, in die Umsetzung zu bringen. Auf 500 ha wird hier eine Stadt der Zukunft entstehen, sozial, nachhaltig, hoch innovativ, mit dem wahrscheinlich größten Holzbau-Quartier Europas.“ Die Pläne seien bereits so weit gediegen, dass bereits im kommenden Jahr die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt starten können.

Und so sieht der Abflug-Plan aus: Ab Herbst 2021 werden Baustraßen hergestellt, die Baulogistik eingerichtet und erste Altlasten beräumt. Parallel erweitert die Tegel Projekt GmbH das Informationsangebot vor Ort und wird dann auch Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen anbieten. Ebenfalls 2021 starten erste Vergabeverfahren für die Grundstücke in der Urban Tech Republic sowie im Schumacher Quartier, die von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften und privaten Baugruppen bebaut werden können. Ein Jahr später starten die Sanierungen in den Bestandsgebäuden, wobei auch Zwischennutzungen angedacht sind. Geht alles glatt, könnten schon 2027 die ersten Mieter in den zu entstehenden Wohnungen einziehen, ebenso die Beuth Hochschule - und das Gründungs- und Innovationszentrum könnte den Betrieb aufnehmen. Bis der gesamte Stadtteil fertig ist, dauert es aber noch. Die Tegel GmbH hat die Bebauung für einen Zeitraum von 20 Jahren angesetzt.