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Aus für Seestadt Bregenz

Gesellschafter sagen Projekt ab

Autor: Stefan Posch

Für die SES und den Projektbetreiber Prisma wäre es durchaus ein Prestigeprojekt gewesen. Jetzt kam das überraschende Aus. Das Projekt sei in dieser Form nicht realisierbar, heißt es jetzt von Seiten Prisma und SES, die das Projekt-Aus mitteilte. Das Projekt sei aufgrund der "bautechnischen Situation in Kombination mit dem laufend steigenden Anspruchsdenken von diversen Bürgerinitiativen nicht mehr finanzierbar", erklärten die Projekt-Betreiber, Bernhard Ölz, Guntram Drexel und Marcus Wild im Rahmen einer Pressekonferenz.am vergangenen Freitag.

"Wir bedauern diese Entwicklung, aber weitere nicht planbare Erhöhungen des Investitionsvolumens, das wir in den letzten acht Jahren bereits von ursprünglich ca. 100 Millionen Euro auf jetzt über 140 Millionen Euro aufgestockt haben, kann wirtschaftlich nicht verantwortet werden", so Ölz. Die SES, die mit zehn Prozent am Projekt beteiligt waren, erklärte, dass es unter den aktuellen Rahmenbedingungen kein Alternativprojekt gebe.

Die zweigeschossige Tiefgarage, die Unterbauung der Bahnhofstrasse und der Landesstrasse sowie die Zu- und Abfahrten habe sich sehr aufwendig gestaltet. Zudem seien die Einsprüche der Nachbarn zeitraubend und Kosten deutlich höher als die Schätzungen der Experten gewesen.

Die Pläne für das neue Stadtquartier, das mit den Bereichen Einkaufen, Wohnen, Arbeiten und Gastronomie eine Ergänzung zum innerstädtischen Angebot bringen sollte, gehen auf das Jahr 2007 zurück. Im Mai 2008 ist die Prisma Unternehmensgruppe in die Projektentwicklung eingestiegen, 2012 sind mit der JDL und der SES zwei Partner als Gesellschafter dazugekommen. In den vergangenen acht Jahren sollen die Betreiber insgesamt sechs Millionen Euro in Projektierungs und Planungsarbeiten investiert haben.