Immobilien Magazin

Banken wollen mehr Immobilienfinanzierung

Banken messen der Immobilienfinanzierung mehrheitlich mittlerweile eine hohe strategische Bedeutung zu. Sehr viele Banken haben sogar die Immo-Finanzierungen verstärkt. Doch das Angebot an attraktiven Anlageprojekten ist knapp.

Autor: Charles Steiner

Die Euphorie um Immobilien ist nicht nur bei den Immobilienprofis auf der Expo Real zu spüren. Sie schwappt mittlerweile auch auf das Bankenwesen über, wenngleich das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Laut dem aktuellen KPMG Property Lending Barometer, der jährlich den europäischen Immobilienmarkt analysiert, war eine zunehmende Finanzierungstätigkeit bei österreichischen Banken spürbar. Dem Barometer zufolge seien heuer im ersten Halbjahr 1,47 Milliarden Euro für Immobilienprojekte in Österreich bankenfinanziert worden, das sind um 27 Prozent weniger als im - zugegebenermaßen absoluten - Rekordjahr 2017. Der Grund ist weniger, dass die Banken verhalten sind, sondern, dass die Nachfrage zwar weiterhin hoch ist, das Angebot an hochwertigen Anlagemöglichkeiten jedoch knapp.

Aber: Die Mehrheit, 60 Prozent, der Banken, die von KPMG befragt wurden, messen der Immobilienfinanzierung eine hohe strategische Bedeutung zu, 40 Prozent der Banken gaben sogar an, dass sie ihren Augenmerk auf Immo-Finanzierungen sogar erhöht haben. Zwar gab die absolute Mehrheit an, vor allem für jene Projekte offen zu sein, die zu Einnahmen führen, sie scheuen aber auch keine Neuentwicklungen.

Beliebteste Assetklassen sind bei den Banken Wohnimmobilien sowie Bürogebäude, wie KPMG angibt. Mittlerweile finden sich aber auch mehr Logistikimmobilien in ihren Kreditportfolios - besonders in Mittel- und Osteuropa.