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Bauboom treibt deutsches Kreditgeschäft

Größtes Wachstum bei Baufinanzierungen seit 2013

Autor: Günther Schneider

Der nach wie vor anhaltende Immobilienboom in Deutschland ließ das Geschäft mit Baufinanzierung im Vorjahr wachsen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Kreditvolumen sei auf 1,3 Billionen Euro - ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber 2018 angestiegen. Einer Analyse von PwC zufolge sei das das größte Wachstum seit Beginn der Statistik im Jahr 2003. Demnach haben sich die Zinserträge in der größten Kreditkategorie in Deutschland in den vergangenen 5 Jahren fast verdoppelt. Sie erreichten 2019 rund 13 Milliarden Euro, 15 Prozent der gesamten Zinserträge der deutschen Banken. Der Anteil der Baufinanzierungen am gesamten Kreditbestand in Deutschland lag 2019 stabil bei 42,4 Prozent.

Das Neugeschäft überstieg der PwC-Analyse zufolge zum ersten Mal überhaupt die Marke von 250 Milliarden Euro. Es und wuchs auf 263 Milliarden Euro.

Nicht nur Volumen und Margen der Baukredite steigen, auch die Laufzeiten. Der Anteil der Finanzierungen über 10 Jahre und mehr lag 2019 bei 49 Prozent. 2009 betrug der Anteil lediglich 25 Prozent. Die durchschnittliche Laufzeit erreichte erstmals 11 Jahre.

Beim Wettbewerb der Kreditinstitute auf dem Boom-Markt seien laut PwC die Genossenschaftsbanken und Bausparkassen derzeit die Gewinner. Der Anteil der Genossenschaftsbanken am gesamten Kreditvolumen stieg auf 25 Prozent - ein Plus von 2 Prozentpunkten gegenüber 2014. Die Bausparkassen kamen auf 13 Prozent, nach 12 Prozent 2014. Den größten Anteil am Markt halten aber nach wie vor die Sparkassen vor den privaten Geschäftsbanken. Ihr Anteil liegt stabil bei 31 bzw. 27 Prozent.