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Baubranche im Insolvenzcheck

Wie geht's eigentlich der ...

Autor: Gerhard Rodler

Die Wirtschaftsauskunftei CRIF Österreich hat in einer aktuellen Erhebung einen genauen Blick auf unterschiedliche Aspekte der österreichischen Baubranche geworfen. Ermittelt wurde sowohl die Anzahl an Neugründungen als auch Insolvenzen der Jahre 2016 und 2015, die Eigenkapitalausstattung der Bauunternehmen in den neun Bundesländern, die beliebtesten Firmenstandorte sowie die Anzahl der weiblichen Führungskräfte.

Zwischen 1. Jänner und 31. Dezember 2016 wurden in Österreich ca. 2.600 Bauunternehmen gegründet - der Großteil davon als Kleinunternehmen. Das ist ein Rückgang um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wo rund 3.000 Firmen im Baugewerbe gegründet wurden. Im Bundesländervergleich waren im Jahr 2016 die Wiener mit 25 Prozent der Neugründungen führend, gefolgt von den Niederösterreichern (18 Prozent) sowie den Oberösterreichern (14 Prozent). Die Schlusslichter bildeten das Burgenland und Vorarlberg (jeweils 4 Prozent). Demgegenüber standen rund 800 eröffnete Insolvenzverfahren - hier gab es nur wenig Veränderung zum Vorjahr. 34,9 Prozent der Insolvenzen entfielen dabei auf Bauunternehmen mit Sitz in Wien.

Die österreichischen Bauunternehmen verfügten im Untersuchungszeitraum insgesamt über eine positive Eigenkapitalausstattung. Tirol belegte mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote der dortigen Unternehmen von rund 34 Prozent im Bundesländerranking den ersten Platz, gefolgt von Salzburg mit 33,2 Prozent und Vorarlberg mit 32,5 Prozent während das Burgenland mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote der dortigen Bauunternehmen von 27,5 Prozent das Schlusslicht bildete. 33,7 Prozent der österreichischen Großunternehmen aus der Baubranche haben ihren Firmensitz in Wien, gefolgt von Oberösterreich (19,2 Prozent) und Niederösterreich (14 Prozent). Vorarlberg (1,7 Prozent) rangiert hier nach dem Burgenland (2,3 Prozent) an letzter Stelle. Unabhängig von der Unternehmensgröße sitzen die meisten Baufirmen in Wien (19 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (17,3 Prozent) und der Steiermark (13,9 Prozent).