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Baupreise 2019 wieder um 1,1 % gestiegen

Aber Steigerungsrate flacht endlich ab

Autor: Gerhard Rodler

Wenn die Baukosten ins Unendliche weiter steigen, werden Immobilienprojekte nicht mehr realisiert werden können. Da die Verkaufspreise nach oben - vor allem im Wohnbereich - die Grenze der Leistbarkeit erreicht haben und nicht mehr steigerbar sind und auch die Grundstückskosten zumindest nicht sinken werden, ist es in den zurückliegenden Jahren für Entwickler ohnedies immer enger geworden. Insofern zeichnet sich eine Verbesserung ab: Der Baukostenindex (Basis 2015) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau betrug laut Berechnungen von Statistik Austria für das Jahr 2019 im Durchschnitt 108,3 Punkte und erhöhte sich damit um nur noch moderate 1,1 Prozent zum Vorjahr. Im Jahr 2018 hatte die durchschnittliche Kostensteigerung 2,9 Prozent betragen. Im Monat Dezember 2019 hielten die Preise bei 108,1 Indexpunkten, was einem Anstieg von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Im Wohnhaus- und Siedlungsbau kam es aufgrund steigender Kosten für die von Beton bestimmten Warengruppen zu den weiteren Kostensteigerungen.

Brancheninsider gehen davon aus, dass 2020 die Spitze der Baukosten erreicht ist und es in den folgenden Jahren wieder moderatere Baukosten im Wohn- und Bürobau geben könnte. Muss auch so sein. Denn alles andere würde zu einem massiven Einbruch der Immobilienbranche führen. Erste - größere - Projekte in Wien wurden ja bereits zurückgestellt, weil sich die Baukosten nicht mehr darstellen ließen.