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Bauwirtschaft legt Gang zu

Positive Signale auch in Österreich

Autor: Gerhard Rodler

Der zwölfte „European Powers of Construction“-Report von Deloitte zeigt für 2014 einen Aufwärtstrend in der europäischen Baubranche, der voraussichtlich in den beiden kommenden Jahren anhalten wird.

Französische und spanische Konzerne sind nach wie vor die dominanten europäischen Akteure im Bausektor. Das französische Unternehmen Vinci führt die Rangliste der Branchengrößen weiterhin vor ACS aus Spanien an. Mit der Strabag hat ein österreichisches Unternehmen Rang 6 erlangt. Die Margen der Konzerne steigen im Schnitt - häufig vor allem in Geschäftsbereichen abseits der Bauindustrie. Mit stärkerer Diversifizierung geht in der Regel jedoch auch eine höhere Verschuldung einher. Global prägt die chinesische Konkurrenz das Bild der großen Player der Branche.

„Die europäische Baubranche setzt ihr moderates Wachstum fort. Der aktuelle Report von Deloitte zeigt klar, dass der Aufwärtstrend auch 2014 angehalten hat“, erklärt Alexander Hohendanner, Industry Line Leader Real Estate von Deloitte Österreich. Auch das Investitionsvolumen der Branche zeigt mit einem 0,8-prozentigen Wachstum wieder einen Aufwärtstrend. 2015 wird mit einem erneuten Investitionsanstieg um 2,1 Prozent gerechnet, 2016 sogar mit 3,5 Prozent.

„Diese positive Entwicklung hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt“, so Hohendanner. „Erstmals seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise werden in der Europäischen Union wieder mehr Arbeitsplätze im Bausektor geschaffen.“ Ferrovial und BAM Groep steigen in Top 10 auf Unter den zehn umsatzstärksten europäischen Baukonzernen gibt es im Vergleich zu 2013 nur geringe Veränderungen. Die deutsche Hochtief AG und die französische Colas SA werden ab diesem Jahr als Teil ihrer Muttergesellschaften ACS und Bouygues geführt, wodurch das spanische Unternehmen Ferrovial und die niederländische Koninklijke BAM Groep in die Top-10 aufrücken. An der Spitze stehen nach wie vor Vinci, ACS und Bouygues. Die österreichische Strabag steht auf Platz 6. Als weiteres österreichisches Unternehmen befindet sich die Porr Group auf Platz 25.

Nach wie vor planen viele Baukonzerne die Expansion in neue regionale Märkte. 2014 erwirtschafteten die Top-20-Baukonzerne im Durchschnitt 52,1 Prozent ihrer Leistung außerhalb des angestammten Heimatmarktes, etwas mehr als im Vorjahr. Der Internationalisierungsgrad dieser Unternehmen hat seit 2010 um insgesamt acht Prozentpunkte zugelegt.