immoflash

Bauwirtschaft mit gedämpfter Stimmung

Zukunftsängste plagen die "Big Player"

Autor: Gerhard Rodler aus München

Eigentlich eine Branche, und doch zwei völlig unterschiedlich „tickende“ Welten: Genau hier, am Messegelände in München, war die Immobilienbranche - Projektentwickler, Bauträger, Investoren und Dienstleister - zuletzt im Oktober des Vorjahres in einen Euphorierausch verfallen und die erzielbaren Immobilienverkaufspreise hatten nie geahnte Höhenflüge hingelegt. Und mit den Preisen ein Großteil der ganzen Branche). Das war zur Immobilienmesse Expo Real. Bei der flächenmäßig um knapp die Häflte größeren BAU-Messe (26 Fußballfelder Ausstellungsfläche, eine Viertel Million Besucher, davon 60.000 Planer und Architekten) ist die Stimmung derzeit extrem konträr. „Schaumgebremst“, „verunsichert, was die Zukunft betrifft“, so geben sich die meisten Branchenvertreter bei der bis morgen, Freitag, laufenden größten Messe dieser Art in Europa, wenn nicht sogar weltweit.

Interessant ist das deshalb, weil man ja annehmen sollte, dass von einer guten Immobilienkonjunktur die Baubranche fast automatisch profitiert.

Warum das nicht so ist, versuchte man in diversen Workshops heraus zu finden. Die wichtigste Erkenntnis: Es fehlt an Vernetzung der beiden (voneinander abhängigen) Branchen. Bereits machbar, deutlich günstiger realisierbarer „kostengünstiger Wohnbau“ und die Methoden dahinter, sind in der Immobilienwelt (noch) nicht angekommen. Planbar ist die unmittelbare Zukunft aufgrund fehlender Vernetzung noch weniger. Ein echtes Problem für eine Branche mit so hohen Fixkosten.