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Becken glaubt an Retail

Karriere zum Tag: Neumann leitet neue Retail-Gesellschaft

Autor: Charles Steiner

Auch wenn der Retailbereich sowohl durch Onlinehandel und zuletzt durch den Corona-Lockdown massiv in Druck geraten ist: Das gilt nicht für alle Teilbereiche im Einzelhandel. Vor allem der Lebensmitteleinzelhandel und Fachmarktzentren konnten die Krise gut durchtauchen. Das deutsche Immobilienunternehmen Becken will jetzt in diesem Segment ihre Aktivitäten ausbauen und hat dazu eine eigene Retail-Tochter gegründet. Die künftige Becken Retail will sich dabei auf auf Projektentwicklungsmöglichkeiten von Einzelhandelsimmobilien mit dem Schwerpunkt Lebensmittelhandel sowie auf den Erwerb von bestehenden Fachmarktzentren und SB-Warenhäusern mit Potenzial für Umbauten beziehungsweise Refurbishments konzentrieren, heißt es in einer Aussendung. Geleitet wird die Abteilung von Marcus Neumann als Geschäftsführer, der von Arbireo zur Becken gestoßen ist. Laut Neumann sind auch Innenstadtlagen interessant: "Perspektivisch möchten wir uns auch mit Geschäftshäusern und Einkaufszentren befassen, sofern das Preisgefüge hier wieder auf ein marktgerechtes Niveau kommt, was unter anderem die Einflüsse des Onlinehandels sowie kürzere Vertragslaufzeiten beinhaltet."

Dieter Becken, Geschäftsführender Gesellschafter von Becken, sieht vor allem im Lebensmittelhändler Potenzial: "Der systemrelevante Food-Einzelhandel hat sich als online-resistent und damit als attraktive Assetklasse für Investoren erwiesen. Der Online-Anteil beträgt hier laut EHI Retail Institute lediglich 1,0 Prozent. Gerade in innerstädtischen Lagen sehen wir große Potenziale bei Wohnprojektentwicklungen in Kombination mit einem Supermarkt im Erdgeschoss und möglicherweise kleinen Logistikhubs."