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Bei conwert wird weiter gestritten

Petrus Advisers macht mit Zwischenrufen weiter

Autor: Gerhard Rodler

Der an der conwert beteiligte Fonds Petrus Advisers LLP rund um den Aktionär Klaus Umek hat den österreichischen Immobilienkonzern via Zeitungsinserate erneut massiv kritisiert.

Konkret fordert die Investorengruppe, die zuletzt rund 6,7 Prozent der conwert-Aktien hielt, unter anderem Maßnahmen zur Steigerung der Mieteinnahmen (NRI). conwert spreche von einem Steigerungspotenzial in Höhe von 23,6 Mio. Euro, es seien aber nur etwa 4 bis 5 Mio. Euro davon in die Gewinnvorschau für 2015 aufgenommen worden. Weiters verlangt Umek in einem offenen Brief eine Neubewertung und Steigerung des Net Asset Value (Substanzwerts) auf Marktwerte sowie den „sofortigen Austausch der Bewerter“. Die Buchwerte der Liegenschaften seien 2014 um nur 13 Mio. Euro aufgewertet worden. „Wir sehen signifikante stille Reserven von ca. 150 Mio. für das österreichische Portefeuille sowie von ca. 245 Mio. in Deutschland“, heißt es in dem Anzeigentext.

Die Investorengruppe um Umek stößt sich auch an den Finanzierungskosten der conwert: Das Unternehmen habe per Ende Dezember 2014 im Schnitt 4,03 Prozent Zinsen bezahlt; Vergleichsunternehmen wie etwa Deutsche Annington, Deutsche Wohnen, Gagfah oder Buwog zahlten aber nur etwa 2,6 Prozent. Es gebe also „ein Verbesserungspotenzial von Millionen - pro Monat“.

Zudem sei die Verwässerung durch massive Kapitalerhöhung mittels Wandelanleihen - mit bis zu 20 Prozent neue Aktien - beträchtlich. Petrus Advisers fordert daher „sofortige Aktienrückkäufe zu Preisen unter Buchwert“.