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Berlin: Markt für Wohn- und Geschäftshäuser

Durchschnittliches Verkaufsvolumen auf höchstem Wert seit 1995

Autor: Gerhard Rodler

Berlin bliebt – auch, aber nicht nur für österreichische Investoren – eine Reise wert: Das Transaktionsvolumen von Mehrfamilienhäusern in Berlin wird im Jahr 2013 erstmals auf knapp vier Milliarden Euro ansteigen. Mit rund 1650 erwarteten Transaktionen liegt auch die Anzahl der gehandelten Immobilien auf einem Allzeithoch. Die deutliche Steigerung des Volumens geht vor allem auf den zunehmenden Handel mit großvolumigen Objekten zurück. Mit einem durchschnittlichen Verkaufsvolumen von 2,4 Millionen Euro pro Immobilie erreicht Berlin den höchsten Wert seit 1995. Dies geht aus dem aktuellen Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Berlin 2013/2014 von Engel & Völkers Commercial Berlin hervor. "Wir sehen eine ungebrochene Nachfrage auf dem Berliner Markt", freut sich Rackham F. Schröder, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Berlin. Auch der Wahlkampf und die damit einhergehenden Regulierungsankündigungen haben dem Interesse der Investoren keinen Abbruch getan. "Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage durch Neubau mittelfristig zwar besser bedient werden kann", erklärt Schröder. Andererseits sehe man zunehmend Zinshäuser durch das immer größer werdende Aufteilungsgeschäft vom Markt verschwinden. "Alles in allem sehen wir einen Berliner Markt, der sich auf hohem Niveau stabilisieren wird." Wie auch im Vorjahr herrscht ein genereller Anstieg des Preisniveaus in Berlin, wobei die Durchschnittsmieten in Berlin dennoch signifikant geringer sind als die anderer deutscher Großstädte. In sehr guten Lagen sind die Mieten von zehn bis 20 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf zwischen zwölf und 23 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Dass nun auch ehemalige Randlagen wie beispielsweise der südliche Wedding oder Tiergarten immer mehr in den Fokus der Investoren rücken, begründet Schröder so: "Aufgrund des geringen Angebots in den guten Lagen weichen Investoren auf mittlere und einfache Lagen aus." Insbesondere bei den zwölf Prozent internationalen Investoren seien Szeneviertel und 'trendige Kieze' im Fokus der Kaufinteressenten, so Schröder weiter. Die Preise in guten Lagen liegen durchschnittlich bei 1.930 Euro pro Quadratmeter, bei sanierten Objekten in den einfachen Lagen knapp über 1.000 Euro pro Quadratmeter und in sehr guten Lagen werden inzwischen fast 3.000 Euro pro Quadratmeter erreicht.