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Berliner Büromarkt zeigt sich stabil

Büroflächenumsatz erreicht 2020 10 Jahres-Mittel

Autor: Stefan Posch

Der Büromarkt in Berlin zeigt sich in den ersten 6 Monaten trotz Corona-Krise solide. Nach Analysen von Aengevelt Research erzielte der Berliner Büromarkt im ersten Halbjahr 2020 einen Büroflächenumsatz von rd. 310.000 m². Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Rekordjahres 2019 (1. Halbjahr 2019: 385.000 m²) bedeutet dies zwar einen Rückgang um 20 Prozent. Im Vergleich zum Dekadenmittel sind es dagegen lediglich -3 Prozent. Berlin liegt damit auf Platz zwei der deutschen Büromärkte, nur knapp hinter dem traditionellen Marktführer München (rd. 330.000 m²).

Bemerkenswert ist dabei laut Aengevelt Research zudem, dass der Berliner Büromarkt ungeachtet der Krise im zweiten Quartal 2020 mit rd. 155.000 m² einen gegenüber dem ersten Quartal (rd. 154.000 m²) stabilen Büroflächenumsatz erzielt hat. Andere Bürometropolen mussten dagegen im zweiten Quartal 2020 corona-bedingt zum Teil markante Umsatzrückgänge hinnehmen. In Düsseldorf beispielsweise halbierte sich der Büroflächenumsatz.

Für das Gesamtjahr 2020 prognostiziert Aengevelt Research für Berlin einen Büroflächenumsatz um 725.000 m². Dieser Wert läge zwar rd. 26 Prozent unter dem Rekordergebnis von 2019 (rd. 986.000 m²), erreicht aber das 10 Jahres-Mittel.

2019 reduzierte sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve (bezugsfähig innerhalb von drei Monaten) um 80.000 m² von 360.000 m² auf 280.000 m² Bürofläche. Die Leerstandsquote sank damit von 1,9 auf nur noch 1,46 Prozent bei einem Gesamtbestand von rd. 19,2 Millionen m² Bürofläche. Im ersten Halbjahr 2020 analysiert Aengevelt Research eine Trendumkehr: Die Angebotsreserve stieg bis Ende Juni 2020 moderat auf nunmehr 300.000 m². Die Leerstandsquote hat sich entsprechend in Berlin moderat auf 1,55 Prozent erhöht. Bis Ende 2020 prognostiziert Aengevelt Research einen weiteren moderaten Anstieg der Angebotsreserve auf rund 350.000 m².