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Berliner Renditen sinken

Aber Investments bleiben gefragt

Autor: Gerhard Rodler

Der Berliner Investmentmarkt erfreut sich einer ungebrochen großen Nachfrage. Mit einem Volumen von rund 1,37 Mrd. Euro positioniert sich das Ergebnis in der ersten Jahreshälfte klar unter den besten der vergangenen Jahre. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Nachdem sich bereits zum Jahresende 2013 ein leichter Rückgang der Renditen abzeichnete, hat die Netto-Anfangsrendite für Büroobjekte im ersten Quartal erneut nachgegeben. Zur Jahresmitte liegt sie bei 4,60 Prozent und damit zwar 20 Basispunkte unter dem Vorjahreswert, aber immer noch 30 Basispunkte über dem Tiefstand zur Jahresmitte 2007. Auch bei der Logistikspitzenrendite war erstmals nach einer längeren Stabilisierungsphase zum Jahresanfang ein leichter Rückgang auf 6,80 Prozent zu verzeichnen (-5 Basispunkte), wohingegen die Netto-Anfangsrendite für Premium-Geschäftshäuser bereits seit Ende 2012 stabil bei 4,35 Prozent liegt. Unter den Big-Six-Standorten rangiert die Hauptstadt damit auf Rang 4 hinter München (1,84 Mrd. Euro), Hamburg (1,63 Mrd. Euro) und Frankfurt (1,53 Mrd. Euro). „Rund drei Viertel des Umsatzes entfallen auf Einzelinvestments, während anteilig auf das Berliner Marktgebiet aufgeteilte Portfolios das verbleibende Viertel beisteuern. Hier schlagen sich im Wesentlichen zwei große Kaufland-Einkaufszentren an der Stadtgrenze nieder, die im Zuge des sogenannten Christie-Portfolios verkauft wurden“, erläutert Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. Die Anzahl der erfassten Transaktionen liegt leicht über dem Vorjahresniveau, sodass das durchschnittliche Volumen pro Deal im Jahresvergleich auf rund 24 Mio. Euro gesunken ist. Auch wenn Büroimmobilien anteilig deutliche Einbußen (-12 Prozentpunkte) hinnehmen mussten, sind sie nach wie vor die bedeutendste Assetklasse des Berliner Markts. Mit über 43 Prozent liegen sie unangefochten in Führung vor Einzelhandelsobjekten, die mit gut 24 Prozent fast wieder ihren Vorjahreswert erreichen. Hotels kommen mit 6 Prozent ebenfalls auf einen geringeren (-4 Prozentpunkte), aber dennoch nicht unbedeutenden Beitrag. Ihnen folgen Logistikimmobilien mit gut 4 Prozent (+3 Prozentpunkte). Durch den Verkauf mehrerer umfangreicher Entwicklungsgrundstücke kann die Sammelgruppe der sonstigen Objektarten ihren Anteil gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und landet bei knapp 23 Prozent.