Immobilien Magazin

Beschwerdemanager. aber nicht nur

Eine Anlaufstelle für die vielfältigen Anliegen der Immobilien-Nutzer ist der Hausverwalter, der auch die Erhaltung der Immobilien sicherstellt.

Autor: Linda Kappel

Wie schon die Berufe Immobilienmakler und Bauträger fällt auch der Beruf des Hausverwalters in das Gewerbe der Immobilientreuhänder (§ 117 GewO). Ein Hausverwalter veranlasst im Auftrag einer Wohnungseigentümergemeinschaft, eines Hauseigentümers oder Mehrheitseigentümers die Verwaltung einer Liegenschaft. Er ist dabei Stellvertreter, das heißt, er führt die entsprechenden Tätigkeiten auf Rechnung der Eigentümer durch.

Auch die Tätigkeit des Hausverwalters ist alles andere als verstaubt und langweilig. Der Leistungsumfang eines Verwalters ist im Bereich des Wohnungseigentums sehr genau geregelt - es werden daher diese Tätigkeitsbereiche auch für die Verwaltung von Miethäusern und sonstigen Liegenschaften herangezogen. Und diese können sehr umfassend sein: Grob gesagt muss der Verwalter für die ordnungsgemäße Erhaltung und Betreuung der Liegenschaft sorgen. Im Detail erstrecken sich die Aufgaben von der ordnungsgemäßen Erhaltung der allgemeinen Teile der Liegenschaft einschließlich baulicher Veränderungen sowie der Behebung ernster Schäden des Hauses über die erforderlichen Arbeiten zur Aufrechterhaltung des Betriebes von bestehenden Gemeinschaftsanlagen, wie Aufzüge, Waschküche etc., bis hin zur gesamten finanziellen Gebarung. Dies bedeutet, er oder sie muss alle Zahlungstermine aller laufenden Zahlungen der Wohnungseigentümer und Mieter wie Vorauszahlungen, Miete etc. überwachen und bei nicht fristgerechter Zahlung diese einmahnen. Auch die Betriebskostenabrechnung ist vorzunehmen, die Höhe der Vorauszahlungen muss regelmäßig angepasst werden. Zudem müssen Versicherungsverträge abgeschlossen und allfällige Versicherungsschäden abgewickelt werden. Darüber hinaus muss der Hausverwalter Steuern und Gebühren fristgerecht abführen, im Rahmen des Verwaltungsvertrages sollen die Haus- und Wohnungseigentümer in Steuerangelegenheiten beraten werden. Des Weiteren muss eine Rücklage gebildet werden für künftige Aufwendungen in Wohnungseigentumsanlagen. Die Gelder dafür müssen zinsbringend angelegt werden. Bei Wohnungseigentumsobjekten muss mindestens alle zwei Jahre eine Eigentümerversammlung stattfinden, diese wird vom Hausverwalter organisiert und einberufen.

Auch für diesen Beruf gilt: Psychologisches Feingefühl schadet nicht, denn wenn Mieter oder Eigentümer den Hausverwalter kontaktieren, so ist es häufig, um einen Missstand anzumelden, sei es, dass Leuchten im Stiegenhaus kaputt gegangen sind, es wo einen Wasserrohrbruch gibt, sich der Putz der Feuermauer gelöst hat oder weil man der Meinung ist, die Betriebskostenabrechnung stimme nicht.