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Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung

Wohn-Nachfragespirale dreht sich schneller

Autor: Gerhard Rodler

Wien wächst durch dramatisch steigenden Zuzug, und das seit Jahren. Beschleunigt wird dieses Bevölkerungswachstum nun durch eine verstärkte Zuwanderung von Flüchtlingen mit dauerhaftem Bleiberecht. Erst jüngst musste die Statistik Austria ihre Bevölkerungsprognose nach oben revidieren. Schon 2023 und nicht erst 2027 wird Wien infolge der verstärkten Zuwanderung die Zwei-Millionen-Einwohner-Marke überschreiten. Somit wächst die Bevölkerung in nur 8 Jahren um über 192.000 Einwohner. Das ist ein durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum von 24.000 Einwohnern. Damit nimmt die Bevölkerung Wiens bis 2023 laut neuester Prognose um insgesamt knapp 49.000 Einwohner schneller zu als noch im Vorjahr veranschlagt.

Aber, so Herbert Ludl in seiner Funktion als Sprecher der Gemeinnützigen Bauvereinigungen: „Die Abwicklung von Bauverfahren kann, auch dies wurde in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, ohne Qualitätsverlust erheblich beschleunigt werden, es braucht hier kürzere Entscheidungswege. Ebenso ist die Umsetzung eines Baukostensenkungsprogrammes erforderlich. Durch Vereinfachungen im Bereich der Normen, bei der Barrierefreiheit, beim Brand- und Schallschutz, bei den energetischen Anforderungen sowie bei der Stellplatzverpflichtung ließe sich ein Einsparungspotential von mehr als 10 Prozent realisieren.“

Weiters sollte man laut Ludl die zeitraubenden und kostenintensiven bürokratischen Auflagen im Zusammenhang mit der Wohnbauförderung hinterfragen und an die Erfordernisse der raschen Schaffung von nennenswertem Wohnraum anpassen. Ludl: „Es wird sich angesichts der Flüchtlingsfrage als notwendig erweisen, so rasch es geht, die Notunterkünfte der ersten Jahre wieder zu verlassen. Die Schaffung von Sonderwohnbauprogrammen ausschließlich für Flüchtlinge ist kontraproduktiv und abzulehnen.“