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Big Brother im Wohnzimmer

74 Prozent haben Putzfrau und Co. im Visier

Autor: Gerhard Rodler

Fast drei Viertel aller Österreicher würden in der eigenen Wohnung Videokameras installieren, um andere zu überwachen. Die meisten von ihnen (82 Prozent) wollen so Einbrecher überführen, das zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.at, einem der meistbesuchten Immobilienportale. Die Überwacher haben auch Dienstleister wie Handwerker, Putzfrauen und Babysitter auf dem Kieker.

Ob aus purer Neugier oder dem Bedürfnis nach Sicherheit – fast drei Viertel der Österreicher würden ihr Zuhause mit Kameras ausstatten, um andere während der eigenen Abwesenheit zu bespitzeln. Geeignete Kameras, die sich beispielsweise in Kugelschreibern oder Rauchmeldern verstecken, gibt es mittlerweile in jedem Discounter zu kaufen. 26 Prozent der Befragten würden allerdings kein Geld für die Minikameras ausgeben, für sie ist die heimische Videoüberwachung tabu. Die große Mehrheit der Hobbydetektive (82 Prozent) würde Videokameras dazu einsetzen, um Einbrecher zu überführen. Vor Gericht sind die Aufzeichnungen sogar ein zulässiges Beweismittel. Wer dagegen andere ohne ihr Wissen per Kamera überwacht, begibt sich auf dünnes Eis – das Beobachten von Dienstleistern ist sogar gänzlich verboten. Dabei würden viele überwachungsbegeisterte Österreicher (38 Prozent) gerne einmal auf Band festhalten, ob der Handwerker seine Arbeit auch gründlich erledigt. Das Misstrauen ist auch gegenüber Putzfrauen (29 Prozent) und Babysittern (16 Prozent) groß. Die Videoüberwachung von Babys und Haustieren bietet Sicherheit, ist mittlerweile sehr erschwinglich und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Würden Sie ein solches oder ähnliches System auch für die Überwachung von Personen einsetzen, die sich allein in (Bereichen) Ihrer Wohnung aufhalten?