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Billig-Bauweisen drücken Baubranche

Baustoffindustrie gerät in Schieflage

Autor: Gerhard Rodler

Mit einem kaum wahrnehmbaren Umsatzwachstum von 0,26 Prozent auf 3,32 Mrd. Euro stagniert die Baustoffindustrie weiterhin auf geringem Niveau. Der Standardmarkt geht in fast allen Teilbranchen zurück, die Verluste werden durch einzelne Großprojekte abgefedert. Der Beschäftigtenstand konnte mit knapp 14.000 Personen dennoch gehalten werden“, fasst Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, die Hauptergebnisse der alljährlichen Konjunkturerhebung unter seinen über 300 Mitgliedsbetrieben zusammen.

Die Baustoffindustrie ist in hohem Maße von Einzelprojekten abhängig. Das neue Rapid-Stadion, Fußgängerzonen oder Tunnelbauprojekte konnten zwar Verluste abdecken, insgesamt geht der Trend aber nach unten, wie ein Blick auf die Branchenergebnisse zeigt.

Zuwächse gab es etwa bei der Beton- und -fertigteilindustrie (+6,61 Prozent auf 459 Mio. Euro), der Transportbetonindustrie (+5,31 Prozent auf 434 Mio. Euro) oder der Ziegelindustrie (+4,16 Prozent auf 146 Mio. Euro) – allesamt Branchen, die von den Großprojekten profitieren. Verluste verzeichneten die Naturwerksteinindustrie (-10,61 Prozent auf 31 Mio. Euro), die Feinkeramische Industrie (-7,69 Prozent auf 178 Mio. Euro) und die Putz- und Mörtelindustrie (-5,14 Prozent auf 380 Mio. Euro).

Die Schotterindustrie hatte im vergangenen Jahr ein Minus von 4,14 Prozent (Umsatz 101 Mio. Euro), die Sand- und Kiesindustrie ein Minus von 4,12 Prozent (Umsatz 141 Mio. Euro).