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Briten fürchten Immobilienblase

Nationalbank will Immokredite bremsen

Autor: Gerhard Rodler

Es droht eine Immobilienblase in Großbritannien. Dieser Meinung ist laut britischen Zeitungsberichten aktuell zumindest die britische Nationalbank.

Grund dafür ist demzufolge, dass zuletzt mehr Kredite vergeben worden sind, als der Summe des Bruttonationalproduktes entspricht.

Der Löwenanteil dieser Kredite geht in den – überwiegend privaten – Wohnungs- und Häusermarkt. Im Gegensatz zu Österreich und Deutschland werden die Wohnimmobilien in Großbritannien traditionell mit einem sehr hohen Fremdkapitalanteil – auch 100 Prozent des Investments – finanziert. Genau dieser Umstand macht auch eine (neuerliche) Immobilienblase in Großbritannien möglich. Zudem sind die Immobilienpreise 2015 erneut drastisch gestiegen.

Die niedrigen Zinsen führen derzeit aber dazu, dass die hohen Immobilienpreise kein Hindernis für einen Erwerb darstellen. Sollten die Zinsen dann aber einmal steigen, könnte das zu einem Implodieren des Marktes führen, weil sich sehr viele Kreditnehmer dann die monatlichen Raten nicht mehr leisten können.

Aufgrund des hohen Eigenkapitalanteiles in Österreich und Deutschland ist ein derartiges Szenario hierzulande aber eher auszuschließen.