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Büro-Investments weiter an Spitze

Büros in Deutschland weiter gesucht

Autor: Gerhard Rodler

Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 6,14 Mrd. Euro konnten Büroimmobilien auch zum ersten Halbjahr 2014 ihre Spitzenposition unter allen Nutzungsarten behaupten. Das bereits sehr gute Vorjahresergebnis wurde um knapp 10 Prozent, der zehnjährige Durchschnitt um 24 Prozent übertroffen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), bundesweit führender Immobilienberater.

Entgegen dem bundesweiten Trend hat der Umsatz in den Big Six (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München) auf gut 3,81 Mrd. Euro (-16 Prozent) abgenommen. Verantwortlich hierfür ist aber nicht ein geringeres Investoreninteresse, sondern eindeutig ein mangelndes Angebot, insbesondere im großvolumigen Core-Segment. Am meisten umgesetzt wurde in Frankfurt mit gut 907 Mio. Euro (-24 Prozent), gefolgt von Hamburg mit knapp 775 Mio. Euro (+15 Prozent) und München mit rund 750 Mio. Euro (-37 Prozent). In Düsseldorf konnte das Ergebnis sogar um 64 Prozent auf gut 703 Mio. Euro gesteigert werden. Rund 30 Prozent weniger Umsatz verzeichnete dagegen der Berliner Markt, wo 593 Mio. Euro Büro-Investments erfasst wurden. Ein sehr verhaltenes erstes Halbjahr verzeichnete Köln mit lediglich gut 84 Mio. Euro, was einem Rückgang um 61 Prozent entspricht.

Deutlich zugenommen haben dagegen Büro-Investments an B-Standorten und in Mittelstädten. In Städten zwischen 100.000 und 250.000 Einwohnern wurden 243 Mio. Euro investiert, was in etwa einer Verdopplung des Vorjahresergebnisses entspricht. Aber auch die Kategorie Großstädte über 250.000 Einwohner legte um rund 62 Prozent auf 869 Mio. Euro zu. Hohe Preise bei gleichzeitig begrenztem Angebot an den Top-Standorten lassen Investoren also zunehmend nach Alternativen suchen.