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Bürohaus Liechtensteinstraße vor Verkauf

Konvertierungspotenzial in attraktiver (Wohn-)Lage

Autor: Gerhard Rodler

In einem strukturierten Bieterverfahren kommt jetzt das bestandsfreie Büroobjekt Liechtensteinstraße 111-115 im neunten Wiener Gemeindebezirk auf den Markt. Das siebenstöckige Gebäude verfügt über ca. 4.800 m² Nutzfläche und 84 Garagenplätze.Das Objekt befindet sich in attraktiver Wohnlage in der Nähe des Liechtensteinparks und eignet sich daher für eine Umnutzung in Wohnungen.

„Der Trend zur Umnutzung von Büroobjekten hält unvermindert an und ist oftmals die wirtschaftlich attraktivste Möglichkeit, diese Objekte zukünftig zu nutzen“, sagt Franz Pöltl, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting, der das Objekt vermarktet. Zudem konzentriere sich der Büromarkt, vor allem bei Großflächen, immer mehr auf Lagen in Office Clustern, wie z.B. am neuen Hauptbahnhof oder rund um das Denk Drei im Viertel Zwei. Abseits dieser etablierten Büroregionen werden kaum Großflächen gesucht.

Ein weiterer Grund für den steigenden Trend zur Umnutzung sind auch die erzielbaren Mieten. „Gerade in den innerstädtischen Lagen geht die Schere zwischen den erzielbaren Büro- und Wohnungsmieten immer weiter auf“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. Im Alsergrund beispielsweise liegen die Wohnungsmieten im Erstbezug derzeit bei bis zu 15 Euro/m², Büroflächen hingegen nur bei 12 Euro/m².

Noch attraktiver ist für Entwickler oftmals der Abverkauf im Eigentum, die Kaufpreise erreichen im neunten Bezirk bis zu 8.000 Euro/m². Dementsprechend viele Umnutzungsprojekte werden derzeit in Wien realisiert. Dazu zählen u.a. die ehemalige Volksbankzentrale in der Kolingasse und das Philips-Haus am Wienerberg durch 6B47, das Hamerling (ehemaliges Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) in der Josefstadt durch die Soravia-Gruppe oder das ehemalige Post-Bürogebäude am Börseplatz 1 durch Immovate.