immoflash

Büroimmobilien kennen keine Krise

Stabile Investments, auch Vermietungsleistung top

Autor: Charles Steiner

Der Wiener Büromarkt dürfte die Coronakrise nahezu unbeschadet überstehen. Laut dem aktuellen Preview zum Wiener Büromarktbericht von Otto Immobilien seien heuer bereits rund 800 Millionen Euro investiert worden, für das Gesamtjahr sei eine Milliarde in greifbarer Nähe. Christoph Lukaschek, Leiter Investment Büroimmobilien erklärt, dass trotz anders lautender Spekulationen die Assetklasse der Krise trotzen konnte. Demnach bleiben die Renditen weiterhin unter Druck, für langfristige vermietete Objekte liege die Spitzenrendite bei etwa 3,25 Prozent.

Auch der Bürovermietungsmarkt erweise sich als äußerst stabil. So rechnet man bei Otto Immobilien allenfalls mit einem leichten Minus gegenüber dem Vorjahr, für heuer sei eine Gesamtvermietungsleistung von rund 180.000 m² durchaus möglich. Denn: Drei Großvermietungen im Submarkt Prater/Lassallestraße sorgten im dritten Quartal allein für 82 Prozent der gesamten Vermietungsleistung und könnten das Jahr damit „retten“, so Steven Bill Scheffler, Teamleiter Büroflächen bei Otto Immobilien, „im Vergleich zum dritten Quartal 2019 ist die Vermietungsleistung sogar um 50 Prozent höher ausgefallen.“ Allerdings spüre man bei internationalen Kunden im Zuge der Coronakrise noch eine gewisse Zurückhaltung bei Großflächen. Daher könnten die tatsächlichen Folgen der Pandemie erst im kommenden Jahr ersichtlich werden.

Nachdem im Vorjahr die Neuflächenproduktion mit rund 36.400 m² auf einem Rekordtief war, zieht sie heuer wieder an und werde mit 121.200 m² wieder stark zunehmen. Davon seien im dritten Quartal bereits rund 77.000 m², respektive 63 Prozent vorvermietet, sagt Martin Denner, Teamleiter Immobilien Research bei Otto Immobilien. Auch im kommenden Jahr registriert Otto ein leicht steigendes Fertigstellungsvolumen mit rund 146.500 m².