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Büronachfrage springt europaweit an

Rekorde auf den Investmentmärkten

Autor: Gerhard Rodler aus Cannes

Die MIPIM in Cannes ist in diesem Jahr in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Das trifft ganz besonders auch auf die hier zu registrierenden Trends zu. Während sich ein großer Teil der Investoren der Assetklasse Wohnen (erstmals in diesem Ausmaß) zuwendet und auch - ebenfalls - Nischensegmente wie Ärztezentren, Studentenwohnen und Ähnliches plötzlich sexy findet, erholen sich auch die Büromärkte.

Auch wenn das der Markt gar nicht so wahrnimmt hier in Cannes. In Europa erholt sich die Konjunktur zwar langsam, global betrachtet gibt es derzeit jedoch weniger konjunkturstützende Impulse. Allerdings erwartet etwa BNP Paribas Real Estate im Laufe des Jahres geopolitische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten. Die starke Performance in deutschen Städten wie Berlin (+34 Prozent), an italienischen Standorten wie Mailand (+37 Prozent) und in spanischen Städten wie Madrid (+22 Prozent) hat zum guten Flächenumsatz auf den europäischen Büromärkten beigetragen. Im Gegensatz dazu erzielten Paris und London 2015 eher durchschnittliche Ergebnisse.

Auch die Anzahl der Großabschlüsse (über 5.000 m²) blieb 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, das heißt, ein Großteil des Flächenumsatzes wurde mit Abschlüssen im kleineren und mittleren Segment generiert, wodurch die anziehende Nachfrage unterstrichen wird.

Die Investmentmärkte in den 39 analysierten Städten wiesen 2015 eine starke Wachstumsdynamik auf. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf 125 Milliarden Euro, was einem Zuwachs um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit konnte der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2007 um 1 Prozent übertroffen werden.