immoflash

Büros in Dresden: Luft nach oben

Leerstand sinkt durch Flüchtlinge

Autor: Gerhard Rodler

Nach Analysen von Aengevelt-Research wurden im ersten Halbjahr 2016 am Dresdner Büromarkt rd. 36.000 m² Bürofläche kontrahiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1. Hj. 2015: rd. 32.000 m²) bedeutet dies einen Anstieg um knapp 13 Prozent. Die Spitzenmiete erreicht mit rd. 12 Euro/m² Bürofläche den gleichen Wert wie Mitte 2015, während die stadtweite flächengewichtete Miete seit Ende 2015 um nahezu 8 Prozent auf 8,30 Euro/m² gestiegen ist.

Für das Jahr 2016 prognostiziert Aengevelt-Research einen erneut regen Büroflächenumsatz um 85.000 m² bis 90.000 m² (2015: 91.000 m²), der damit erneut den Mittelwert der jüngsten Dekade (2006 bis 2015: rd.

79.000 m²) klar überträfe. Gleichzeitig baut sich der Leerstand weiter auf voraussichtlich 220.000 m² ab (Ende 2015: 240.000 m²).

Der Büroflächenleerstand in Dresden nimmt seit Jahren stetig ab. Dieser Trend hält nach Analysen von Aengevelt-Research weiter an und wurde 2015 u.a. durch die Umwidmung von Büroflächen zur Unterbringung von Flüchtlingen noch verstärkt. Derzeit stehen in Dresden rd. 230.000 m² Bürofläche leer (Ende 2015: 240.000 m²).

Die Leerstandsquote ist entsprechend bei einem Gesamtbestand von rd. 2,46 Millionen m² Bürofläche seit Jahresende von 9,7 Prozent auf aktuell 9,2 Prozent gesunken.

Da die relativ geringen Fertigstellungen von prognostiziert rd. 12.000 m² (0,5 Prozent des Gesamtbestandes) für 2016 bereits zu mehr als der Hälfte vorvermietet sind, wird sich die Angebotssituation neuer Büroflächen für Mietinteressanten auf absehbare Zeit kaum entspannen.

Die Mietpreise bewegen sich nach Analysen von Aengevelt-Research auf einem moderaten Niveau mit einer zwischen 12,00 Euro/m² und 12,50/m² pendelnden Spitzenmiete (Ende 2015: 12,50/m²). Im Vergleich mit anderen großen Bürozentren bleibt die Preis-Leistungs-Relation in Dresden damit auch im Spitzensegment weiterhin äußerst wettbewerbsfähig und nachfragefreundlich.

Die mittleren Mieten im Citybereich erhöhten sich auch wegen der Flächenknappheit bei guter Nachfrage binnen Jahresfrist deutlich um 19 Prozent von 8,50 Euro/m² Mitte 2015 auf 10,10 Euro/m² im ersten Halbjahr 2016.

In der Gesamtstadt stiegen die Neuvermietungsmieten seit Ende 2015 (7,70 Euro/m²) im ersten Halbjahr 2016 im Mittel um nahezu 8 Prozent auf 8,30 Euro/m². Dabei wurden für rd. 7 Prozent der Flächen Nominalmieten über 11 Euro,-/m² erzielt, während die übrigen Flächen sich zu nahezu gleichen Anteilen auf die Preislagen 5 Euro,- bis 7,-/m², 7 Euro,- bis 9,-/m² bzw. 9 Euro,- bis 11,- /m² verteilten.