immoflash

Business as usual

Kommentar zum Montag

Autor: Gerhard Rodler

Kaum ist die Wahl geschlagen und die Pfründe auf die nächsten Jahre gut verteilt und jedenfalls gesichert, kehrt wieder Alltag in die rahmengesetzgebende Politik ein. Das heißt für die heimische Immobilienwirtschaft nichts wirklich Gutes. Schon gar nicht, wenn man über den Tellerrand hinaus und (eigene) Partikularinteressen hinweg sieht.

Oder anders formuliert: Es hat derzeit den Anschein, dass die „historische“ Chance einer mehr als überfälligen grundlegenden Reform des in Wahrheit Mieterprivilegienschutzgesetzes (MRG) wieder nicht genutzt werden wird. Da muss man sich schon fragen: Wer kann denn wirklich ein Interesse daran haben, dass Erben von „Hofratswitwen“ ihren Friedenskronenzins (wohlfeile Mieten von fünf Euro pro Monat und Quadratmeter in der Wiener City und noch weniger) unverdienterweise nochmals weitervererben können? Das hat mit sozial eben so wenig zu tun wie mit Praxistauglichkeit (weil mit solchen Mieten wertvolle Bausubstanz schlichtweg nicht zu erhalten sind).