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Gewinnsprung bei CA Immo

Deutschlandboom sorgt für Rekordergebnis

Autor: Stefan Posch

Während es für den „großen Bruder“, der vor der CA Immo-Übernahme stehenden Immofinanz noch immer nicht wirklich rund läuft, läuft es für die CA Immo selbst immer besser. Die börsennotierte CA Immo kann auf ein erfolgreiches erste Halbjahr 2016 zurückblicken. Das EBITDA des Unternehmens wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 61,4 Millionen Euro gesteigert. Auch die in der Immobilienbranche wichtige Kennzahl FFO 1 wurde um 21 Prozent erhöht (0,46 Euro pro Aktie ). Die Zahlen wurden am Mittwoch bei der Halbjahrespressekonferenz präsentiert.

„Das erste Halbjahr ist sehr gut gelaufen. Das ist das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“, so CA Immo-CEO Frank Nickel vor Journalisten. Das Konzernergebnis konnte sogar um 80 Prozent auf 98,9 Millionen Euro gesteigert werden. „Das hat damit zu tun, dass wir in Deutschland sehr stark präsent sind. Das Portfolio ist dort von einem ungebremsten Boom erfasst“, erklärte Nickel die hohe Aufwertung. 37 Prozent des Bestandes der CA Immo liegt in Deutschland.

Nickel betonte das Wertschöpfungspotenzial der CA Immo in Deutschland. Es seien Grundstücksreserven in besten innerstädtischen Lagen im Wert von etwa 300 Millionen Euro vorhanden. Die CA Immo sieht dabei ein Potenzial für 800.000 m² und etwa zwei Milliarden Euro.

Beim deutschen Wohnmarkt sieht Nickel eine gewisse Gefahr für eine Blase, der Büromarkt sei aber „ein ganz anderes Level“. „Wir liegen beim geplanten Tower ONE in Frankfurt bei Mieten zwischen 25 und 30 Euro.“ 86 Prozent des Bestandes der CA Immo liegen in der Assetklasse Office. Die Renditen seien aber Ende 2015 von fünf auf vier Prozent eingeknickt. „Das muss man genauer Beobachten“, sagte Nickel. Operativ will die CA Immo weiter den Fokus auf Deutschland legen.

Zum geplanten Zusammenschluss mit der Immofinanz verwies Nickel auf die Urlaubszeit. „Die Ferienzeit hat die Gespräche mit der Immofinanz verzögert. Sie werden Anfang September geführt“, erklärte Nickel. Die Immofinanz werde erst ihr Russland Portfolio verkaufen, dann werde es Verhandlungen über die Fusionsbedingungen und -konditionen geben. Erst danach werden die Aktionäre abstimmen. „Was wir heute präsentiert haben, führt dazu, dass unser Selbstbewusstsein keinesfalls gelitten hat“, kündigte Nickel harte Verhandlungen an.