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CA Immo-Übernahme verschiebt sich

Fusion nicht vor 2018 zu erwarten

Autor: Gerhard Rodler

Die CA Immo wird nun doch rechtlich und wirtschaftlich länger eigenständig bleiben, als dies ursprünglich vom neuen Hauptaktionär, der Immofinanz, vorgesehen war. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Immofinanz haben heute, Montagmittag eher überraschend beschlossen, den Zeitplan für die Fusion der Immofinanz mit der CA Immo zu überarbeiten.

Aus heutiger Sicht dürfte die Fusion um rund ein Jahr aufgeschoben werden und eher nicht vor dem Jahr 2018 stattfinden. Hintergrund ist, dass es sich beim beabsichtigten Verkauf des russischen Immobilienportfolios wie von der Branche allgemein erwartet spießt. Vor allem tragen die nach wie vor unterschiedlichen Vorstellungen über den Preis dieses Portfolios dazu bei, dass in Wahrheit noch kein ernsthafter Interessent gefunden worden sein dürfte. Umgekehrt sind die Vorzeichen für die wirtschaftliche Situation in Russland - wie das auch die Immofinanz heute betont hat, durchaus wieder etwas positiver. Damit dürfte mittelfristig auch die Situation in den vor allem in Moskau befindlichen Einkaufzentren besser werden. Nunmehr ist geplant, 2017 einen strukturierten für die Moskauer Einkaufszentren der Immofinanz Anfang 2017 zu starten. Immofinanz hofft, dann noch im selben Jahr die Transaktion abschließen zu können. Ob dies tatsächlich - zu den auf für die Immofinanz-Bilanz jedenfalls nötigen Mindestabgabepreisen - gelingen wird, hängt wohl auch davon ab, wie lange die Sanktionen gegen Russland weiter aufrecht erhalten werden.

Jedenfalls kann die Fusion mit CA Immo erst nach dem Herauslösen des derzeit noch problematischen Russland-Immobilien realisiert werden, Die Detailgespräche zwischen Immofinanz und CA Immo zu einer Verschmelzung ruhen daher bis auf weiteres, hat Immofinanz heute bestätigt.